Murauer: Verteidigungsminister flüchtete vor Rechnungshof-Ausschuss

Darabos immer mehr SPÖ-Parteisekretär als Bundesminister

Wien (ÖVP-PK) - "Seiner Rolle als Verteidigungsminister völlig unwürdig und unverantwortlich erweist sich einmal mehr Norbert Darabos", urteilt ÖVP-Wehrsprecher Abg. Walter Murauer. Wie erst gestern bekannt wurde, wollte sich Darabos der Ladung des Rechungshofausschusses am Donnerstag entziehen und sich somit nicht den vielen offenen Fragen zu seinem desaströsen Eurofighter-Vergleich stellen. Mittlerweile wurde dieser seit langem von allen einvernehmlich fixierte Ausschusstermin entgegen aller parlamentarischer Usancen sogar abgesagt. "Darabos hat also sein Ziel erreicht", so Murauer heute, Dienstag. ****

Erst vor wenigen Tagen fand es Darabos als Landesverteidigungsminister nicht einmal der Mühe wert, Jung-Offizieren an der Militärakademie ihre wohlverdienten Diplome zu überreichen. Und nun wollte er auch für die parlamentarische Kontrolle aus fadenscheinigen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Mit dieser Haltung brüskiere Darbos einmal mehr das Parlament, kritisiert Murauer. Während sich im damaligen Eurofighter-Untersuchungsausschuss alle geladenen Militärpersonen vorbildlich den Fragen der Abgeordneten gestellt haben, ist Darabos als höchster Verantwortlicher des Bundesheeres der erste aus seinem Ressort, der die Flucht ergreift. "Dazu gratuliere ich", ätzt der ÖVP-Wehrprecher. "Der Rückzieher beweist aber auch, dass der Minister der vernichtenden Rechnungshof-Kritik zu seiner völlig abstrusen Eurofighter-Vertragsänderung - teils gebrauchte Flieger mit weniger Ausstattung zu höheren Kosten - absolut nichts entgegensetzen kann."

"Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass nicht nur Frau Bures als SPÖ-Bundesgeschäftsführerin von ihrem Ministeramt in die Löwelstraße zurückgekehrt ist, sondern auch Genosse Darabos", erklärt Murauer. Darabos wäre angeraten, sich wieder vermehrt seinen Aufgaben als Verteidigungsminister zu widmen. "Er hat für unsere Soldaten ein Vorbild zu sein und sich seiner staatstragenden Verantwortung zu stellen. "Einen Soldaten würde man in diesem Falle als Fahnenflüchtigen oder Deserteur bezeichnet. Bei Zivildiener Darabos bleibt zu wünschen, dass seine Tage als Verteidigungsminister ohnehin bald gezählt sind", so Murauer abschließend.
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