Friesl: "72 Stunden ohne Kompromiss" ist "Labor der Solidarität"

Sozialaktion vom 22. bis 25. Oktober trägt zur nachhaltigen Förderung sozialer Kompetenz bei Jugendlichen bei

Wien, 16.9.08 (KAP) Österreichs größte Jugend-Sozialaktion, die Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss", ist ein "Labor der Solidarität". Dies betonte der Bereichsleiter der Industriellenvereinigung für Gesellschaftspolitik (und frühere Präsident der Katholischen Aktion Österreich), Christian Friesl, bei einem Pressegespräch in Wien zur Vorstellung der heuer vom 22. bis 25. Oktober österreichweit von der Katholischen Jugend (KJ) durchgeführten Aktion. In einer Zeit zunehmender "Politikverdrossenheit" und angesichts des weit verbreiteten Unwillens zu gesellschaftlichen Engagement sei das Projekt eine "wichtige Stütze", um Jugendliche für gesellschaftspolitische Fragen neu zu sensibilisieren, so Friesl.

Das Projekt stelle ein gutes "Experimentierfeld" für Jugendliche wie für die beteiligten Unternehmen dar; sie könnten einander im Rahmen der konkreten Einzelprojekte "als mögliche zukünftige Partner kennenlernen". Sozialkompetenz und Leistungsbereitschaft sind laut Friesl die beiden Pfeiler der zukünftigen Wirtschaft.

Weiters betonte Friesl den "Nachhaltigkeitsfaktor" der Aktion von unternehmerischer Seite. So zeige das dauerhafte Engagement etwa von "Microsoft" im Bereich der Obdachlosenhilfe oder die Entwicklung einer barrierefreien Küche in Kooperation mit Behinderten, dass es durchaus möglich sei, "abseits vom Aktionismus" das Schlagwort der "Corporate Social Responsibility" (CSR) mit Leben zu füllen.

Interkulturalität und Gedenkarbeit

Peter Gebauer, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich, informierte im Rahmen des Pressegesprächs über den Stand der Vorbereitungen der diesjährigen "72 Stunden ohne Kompromiss". Bislang seien rund 350 Projekte österreichweit, aber auch grenzüberschreitend in Ungarn, Südtirol und Tschechien angemeldet, die voraussichtlich von rund 5.000 Jugendlichen in drei Tagen umgesetzt und bearbeitet werden.

Erstmals wurde die Aktion im Jahr 2002 durchgeführt, es folgten Neuauflagen in den Jahren 2004 und 2006. Optimistisch zeigte sich Gebauer im Blick auf das Medienecho. Dies sei bereits bei der letzten Aktion 2006 enorm gewesen. So hätten damals fast alle österreichischen Radiosender, dazu rund 180 Printmedien über die Aktion berichtet.

Besonderheiten der diesjährigen Aktion sind die stärkere Regionalisierung der Projekte. So habe man etwa in der Gemeinde Perchtoldsdorf einen Kooperationspartner gefunden, der die Beteiligung aller Schulen an der Aktion koordiniert. Wichtig sei außerdem eine noch stärkere Einbindung von Unternehmen in die Aktion. Unter dem Schlagwort "corporate volunteering" sollen etwa Lehrlinge zu der Aktion eigens freigestellt werden. Dies habe nicht nur den Vorteil, kompetente Jugendliche zu gewinnen, sondern es stelle auch einen enormen Imagegewinn für die beteiligten Firmen dar, so Gebauer.

Heuer sind "Interkulturalität" und "Gedenkarbeit" laut Gebauer zwei Schwerpunkte, die in eigenen Projekten behandelt werden, wie etwa in der Organisation eines interkulturellen Begegnungsfestes oder der Restaurierung eines jüdischen Friedhofs.

Gebauer wies insbesondere auf die Website der Aktion, "www.72h.at", hin. Dort sei eine Liste aller Projekte in den jeweiligen Regionen Österreichs zu finden sowie eine Liste mit jenen Gegenständen, die noch zur Durchführung von Projekten benötigt werden. In Linz, so Gebauer, suche man etwa noch einen Sponsor für ein Modell des Linzer Doms, das als Tast-Modell für Blinde erstellt werden soll. In der Steiermark werde noch ein Minibagger benötigt, in Wien noch Fertigrasen und ein Kran.

Marek: Ein Wettbewerbsvorteil

Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek betonte im Rahmen des Pressegesprächs, dass es ein hohes Interesse der Politik an der Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss" gebe. Verantwortungsvolles Wirtschaften werde längst nicht mehr stiefmütterlich behandelt, sondern verschaffe Unternehmen mitunter einen veritablen Wettbewerbsvorteil.

Industriellenvereinigung und Wirtschaftsministerium beteiligen sich mit Spenden von jeweils 5.000 Euro an der Aktion.

O-Töne des Pressegesprächs sind unter www.katholisch.at/o-toene abrufbar. (ende)
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