50% der Ämter und 50% der Macht!

Frauenring unterstützt Halbe-Halbe in der EU

Wien (OTS) - "Die heute startende "50/50 Kampagne für Demokratie" der Europäischen Frauenlobby kämpft länderübergreifend für die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Reihen ihrer VolksvertreterInnen. Die Kampagne wird tatkräftig vom Österreichischen Frauenring unterstützt", unterstricht Christa Pölzlbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings am Dienstag. "Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2009, sowie bei der Besetzung der neuen Europäischen Kommission müssen Frauen und Männern zu gleichen Teilen vertreten sein. Kein Land kann es sich leisten, auf Qualität zu verzichten", forderte Pölzlbauer. Auf Österreichischer Seite wird die Kampagne unter anderem auch von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Frauenministerin Heidrun Silhavy und Benita Ferrero-Waldner unterstützt. Ab heute, dem 16.September 2008 bis zu den Europawahlen und der Ernennung der Europäischen Kommission 2009, werden Aktivitäten in ganz Europa im Rahmen der "50/50 Kampagne für Demokratie" gesetzt.

"77 Prozent der Mitglieder des Europäischen Parlaments und 66 Prozent der europäischen Kommissare sind Männer. Gerechte Demokratie in Europa erfordert, dass Europäerinnen und Europäer, Frauen und Männer, gleichberechtigt in Entscheidungsprozessen, die unser aller Leben betreffen, einbezogen sind", ist Pölzlbauer überzeugt. Über alle Parteigrenzen hinweg müssen wir gemeinsam gegen "die Unterrepräsentation von Frauen in EU-Entscheidungsgremien und damit einer mangelhaften demokratischen Besetzung in der Europäischen Union vorgehen".

Konkret fordert die Kampagne Parteien, Regierungen, Parlamentarierinnen und Parlamentarier dazu auf von ihrer Macht gebrauch zu machen und Wahllisten, Kandidaturen für die Europäischen Kommission und andere Entscheidungspositionen zur Hälfte mit Frauen zu besetzen. Außerdem bietet die Kampagne interessierten Organisationen und Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit selbst aktiv zu werden. "Aktiv für die Europawahlen zu mobilisieren kann einen Unterschied machen und dazu beitragen, dass Fragen der Gleichstellung mehr Beachtung auf europäischer Ebene finden", forderte Pölzlbauer die Zivilgesellschaft ebenso zum Engagement auf. "Aber auch in Österreich braucht es natürlich tatkräftige Unterstützung für dieses demokratie- und gesellschaftspolitisches Grundsatzanliegen", so Pölzlbauer abschließend.

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