ÖAMTC fordert Teuerungsausgleich als Hilfe für Pendler und Umwelt

Preistreiber Kraftstoffe machen beinahe ein Drittel der Gesamtinflation im August aus

Wien (OTS) - Die Inflationsrate für August betrug nach
Berechnungen der Statistik Austria 3,7 Prozent. Dabei war die Ausgabengruppe "Verkehr" der Hauptpreistreiber. Im Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr sind alle für den Betrieb eines Kfz relevanten Ausgaben zusammengefasst. Er war mit 7,2 Prozent etwa doppelt so hoch wie die durchschnittliche Inflationsrate. "Die leichten Spritpreis-Rückgänge haben sich nur marginal ausgewirkt", sagt Elisabeth Brandau, Verkehrswirtschaftsexpertin des ÖAMTC. "Das hat Auswirkungen auf das Haushaltsbudget der Österreicher." Vor allem Pendler müssen in diesem Jahr mit durchschnittlich rund 70 Euro (also rund 1.000 Schilling) Mehrkosten pro Monat rechnen. "Die Löhne können mit den steigenden Ausgaben nicht mithalten. Das hemmt die Kaufkraft. Nur ein wirksamer Teuerungsausgleich kann dieser negativen Entwicklung entgegensteuern", so Brandau.

Der steigende Preisdruck macht sich auch schon bei den Neuzulassungen bemerkbar. Mit einem Minus von 14,3 Prozent gegenüber dem August des Vorjahres sind die Verkaufszahlen am Pkw-Sektor massiv eingebrochen. Zulegen konnten dagegen Leichtmotorräder mit einem Plus von 31,7 Prozent. "Kleine Motorräder sind derzeit offenbar der Rettungsring für finanziell überlastete Pendler, die keine Öffi-Anbindung nutzen können", so die ÖAMTC-Expertin. Die Entwicklung stimmt Brandau nachdenklich: "Wo führt das hin? Die Politik sagt den Autofahrern: 'kauft auch sparsame, neue Autos'. Die kann sich aber kaum noch einer leisten." Das zeigt auch die steigende Behaltedauer. Bereits jetzt ist ein Viertel des Bestandes der insgesamt 4,2 Millionen Pkw in Österreich älter als zehn Jahre und damit technologisch nicht auf dem neuesten Stand.

"Die Politik ist gefordert diesen Kreislauf zu durchbrechen", so die Verkehrswirtschaftsexpertin des Clubs. Der ÖAMTC fordert deshalb:
Weitere Entlastungsmaßnahmen wie z.B. eine Erhöhung des Kilometergeldes, eine Erhöhung sowie eine Reform der Pendlerpauschale und Umwandlung in eine "Mobilitätspauschale", volle Markttransparenz bei Spritpreisen, einen Valorisierungsstopp bei Gebühren wie der Vignette, eine zumindest zeitweise Reduktion der Mineralölsteuer (MöSt) und eine Zweckwidmung der Autofahrer-Steuern für den Verkehrsbereich.

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