DNA-Kontingent für 2008 um 734.000 Euro erhöht

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Inneres investiert im Jahre 2008 Euro 2.890.000.- in die Auswertung von DNA-Spuren und Mundhöhlenabstrichen. Damit wurde das DNA-Budget heuer um 734.000 Euro aufgestockt.

Die DNA-Analyse hat die Verbrechensaufklärung revolutioniert und zählt heute zu den effizientesten Mitteln der Kriminalitätsbekämpfung. Biologische Spuren auf Tatorten (z.B. Haut, Haare, Blut, Sperma, Speichel) können analysiert und genetische Profile erstellt werden. Wenn die genetischen Tatortprofile mit den DNA-Proben von Verdächtigen übereinstimmen, kann daraus geschlossen werden, dass der Verdächtige am Tatort anwesend war. Die österreichische DNA-Datenbank bewährt sich seit 01.10.1997. In der Datenbank sind über 110.000 DNA-Profile von Tatverdächtigen und fast 55.000 DNA-Profile von biologischen Tatortspuren gespeichert. Damit ist Österreichs DNA-Datenbank eine der größten weltweit.

Dazu wertet das BMI jährlich 11.000 bis 13.000 Mundhöhlenabstriche von Tatverdächtigen und 4.500 Tatortspuren aus.

Die Aufstockung des DNA-Kontingents wurde notwendig, da seit Anfang 2008 das Bundesministerium für Justiz sein Budget für DNA-Auswertungen um die Hälfte reduziert hat und nur etwa halb so viele Spuren auswerten ließ wie in den Jahren zuvor. Dies hätte ohne die Aufstockung durch das Innenministerium erstmals seit Bestehen der DNA-Datenbank zu einer Verringerung der geklärten Straftaten mittels DNA-Analyse geführt. Mit der erfolgten Aufstockung können zusätzlich ca. 2.900 Spuren (+60%) ausgewertet werden. So kann der steigenden Bedeutung der DNA-Analyse zur Verbrechensaufklärung Rechnung getragen werden.

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