PRÖLL: Landwirtschaftliche Jugend offensiv in Zukunftsdiskussion einbeziehen

Jugendkongress diskutiert Themen der "Grünen Offensive"

Wien (OTS) - "Die "Grüne Offensive", der von mir initiierte Diskussionsprozess rund um die Landwirtschaft, ist ihrem Ziel, strategische Grundlagen für die Neupositionierung der landwirtschaftlichen Produktion zu finden und so die heimischen Betriebe auf die Zukunft vorzubereiten, einen großen Schritt näher gekommen. Zahlreiche aktuelle Fragestellungen wurden in den letzten Monaten intensiv diskutiert, sei es die Lebensmittelversorgung, die prognostizierten Hungerkrisen der Welt, oder die Bedeutung von Bio-Treibstoffen. Die Einbindung der Jugend ist mir ein wichtiges Anliegen, die landwirtschaftliche Jugend muss offensiv in diese Zukunftsdiskussion einbezogen werden. Deshalb gibt es heute den Jugendkongress der Grünen Offensive", so Landwirtschaftsminister Josef Pröll heute beim Jugendkongress der Grünen Offensive mit über 500 teilnehmenden Jugendlichen im niederösterreichischen Wolfpassing.

"Einen landwirtschaftlichen Betrieb professionell zu führen, wird in Zukunft aufgrund geänderter Rahmenbedingungen noch schwieriger. Wir müssen unsere Betriebe und unsere Politik daher entsprechend neu positionieren und mit den Bäuerinnen und Bauern gemeinsam in die Zukunft gehen. Darum habe ich vor rund vier Monaten diesen Diskussionsprozess gestartet, um so vor allem auch Antworten auf wichtige Zukunftsfragen der Landwirtschaft zu finden", so Pröll anlässlich der ersten Zwischenbilanz des Diskussionsprozesses "GO -Die Grüne Offensive. Unser Weg für eine starke Landwirtschaft".

In allen fünf eigens dafür eingerichteten Arbeitskreisen -Produktion und Wettbewerbsfähigkeit, Markt und Wertschöpfung, Bäuerin und Unternehmerin, JungunternehmerInnen und JungübernehmerInnen sowie Landwirtschaft, KonsumentInnen und Medien - wurden bisher Themen rund um das Leben eines modernen Landwirtes behandelt. "Wenn wir die Bäuerliche Landwirtschaft als dynamische Zukunftswirtschaft etablieren wollen, müssen wir die ökologische, ökonomische und sozialpolitische Dimension mitdenken. Wir müssen uns Gedanken machen über die Frauen, über JungübernehmerInnen, über die bäuerliche Jugend in der Landwirtschaft und über die Lebensqualität im Ländlichen Raum", skizzierte Pröll die Stoßrichtung.

"Als leidenschaftlicher und praktizierender Bauer liegt mir die Zukunft unserer Bäuerinnen und Bauern besonders am Herzen. Ich kenne die Problemstellungen, mit denen sich unsere Mitglieder konfrontiert sehen, aus der täglichen Arbeit und Praxis", so Josef Hechenberger, Leiter des Arbeitskreises "JungunternehmerInnen und JungübernehmerInnen" und Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol im Rahmen der ersten Zwischenbilanz zur "Grünen Offensive".

Die Grüne Offensive soll Österreichs Landwirtschaft auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Der Diskussionsprozess wird abgekoppelt von der Tagespolitik und der Interessenspolitik geführt und soll so Orientierung für die Land- und Forstwirtschaft geben, fachspezifische Sektorenüberlegungen anstellen und die Basis für künftige politische Positionierungen sein. Neu ist auch, dass neben den vielen TeilnehmerInnen aus der Branche auch "Externe" eingeladen wurden, sich am Prozess zu beteiligen.

In der inhaltlichen Ausrichtung steht Landwirtschaft und Produktion im Mittelpunkt. Dabei geht es um das Ausloten neuer Chancen für die Landwirtschaft und den Umgang mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen und es soll über Märkte und die Wünsche der Konsumentinnen und Konsumenten nachgedacht werden.

"Wir müssen die Konsumentinnen und Konsumenten motivieren, mit ihrem Handeln und ihrer Kaufentscheidung Mitverantwortung zu tragen. Ich engagiere mich für die "Grüne Offensive", weil es mir als aktive Bäuerin ein Anliegen ist, die Leistungen unserer Berufsgruppe aufzuzeigen und damit den Wert für die gesamte Gesellschaft sichtbar zu machen", so Bernadette Tischler, Leiterin des Arbeitskreises "Landwirtschaft- KonsumentInnen und Medien", Diplom Pädagogin und aktive Bäuerin.

"Wichtig ist vor allem auch die Schaffung von Netzwerken und Möglichkeiten, um auch von Erfahrungen untereinander und aus anderen Berufsfeldern profitieren zu können", so Elisabeth Köstinger, die Bundesobfrau der österreichischen Jungbauernschaft und Leiterin des Arbeitskreises "Bäuerin und Unternehmerin".

Die "Grüne Offensive" darf aber nicht "nur" ein Diskussionsprozess bleiben. Am Ende sollen konkrete Branchenkonzepte und Aktionsprogramme für alle wichtigen Bereiche stehen. Dieser offene Prozess mit Experten aus den Interessensvertretungen, aus der Wissenschaft, mit Menschen außerhalb der Landwirtschaft, mit MarktpartnerInnen, mit SchülerInnen und Studierenden, vor allem aber mit den Bäuerinnen und Bauern ist auf etwa ein Jahr angelegt. Die Ergebnisse sollen offen diskutiert und dann umgesetzt werden und den politischen Weg für die nächsten Jahre vorgeben.

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