Russische Staats-Duma zu Besuch bei Strache

Wien (OTS) - Am 10. September 2008 besuchte Oleg V. Morozov,
Erster stellvertretender Vorsitzender der Staats-Duma - des Parlaments der Russischen Föderation - in Begleitung des russischen Gesandten Oleg N. Tyapkin und Vertretern der österreichisch-russischen Freundschaftsgesellschaft FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. An der Begegnung im freiheitlichen Parlamentsklub nahm auch der Obmann des Landesverteidigungsausschusses und freiheitliche Justizsprecher, NAbg. Dr. Peter Fichtenbauer, teil.

Morozov stellte einleitend die Lage in Georgien aus seiner Sicht dar, nachdem er sich vergangenen Freitag in Zchinwali, der Hauptstadt Südossetiens, vor Ort einen persönlichen Eindruck gemacht hatte. Die Ursachen des Konfliktes seien vielschichtig und nicht monokausal, wie es die westliche Presse und die Europäische Union derzeit darzustellen versuchten, so Morozov. Solange Saakaschwili an der Macht sei, werde es nicht möglich sein, freundschaftliche Beziehungen zwischen Russland und Georgien aufzunehmen.

Strache bedankte sich für die Lagebeurteilung und setzte sodann den Gästen den freiheitlichen Standpunkt auseinander. Die Neutralität Österreichs spiele hier eine wesentliche Rolle. Wie schon seinerzeit Bruno Kreisky sich bemüht habe, Konflikte auf diplomatischem Wege zu entschärfen - siehe Kontakte zu Arafat -, so sollte sich nunmehr die österreichische Bundesregierung im russisch-georgischen Konflikt wieder dieser Vermittlerrolle besinnen. Strache betonte die ablehnende Haltung der FPÖ bei der seinerzeitigen einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo durch die EU. Zumal sich dieser Präzedenzfall nunmehr fatal räche, insofern sich nun auch andere Völker ihres Anspruchs auf Unabhängigkeit besännen und diesen mit Nachdruck einforderten.

Morozov zeigte sich erfreut über den Einsatz Straches für die offizielle Anerkennung einer Diözese der russisch-orthodoxen und der serbisch-orthodoxen Kirche in Österreich. Abschließend wurde vereinbart, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der FPÖ und der Partei "Einiges Russland", der Morozov angehört, zu vertiefen -etwa durch Austauschprogramme auf parlamentarischer oder studentischer Ebene.

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