"KURIER"-Kommentar von Michael Hufnagl: "Reflexe"

Wo H.C. Strache drauf steht, ist immer allgemeines Getöse drin.

Wien (OTS) - Und wieder einmal Strache. Österreichs bekanntester Paintballer geriet durch neue, alte Fotos ins Gerede. Die sollen beweisen, dass es sich beim einstigen Waldjux, wie ihn H.C. erlebt haben will, doch um echte Waffen und Wehrsportübungen gehandelt hat. Als ob diesen Torheiten nicht schon genug Raum gegeben worden wäre. Als ob wir nicht eh’ zur Genüge wüssten, wo wir den FPÖ-Chef - so oder so - einzuordnen haben. Als ob wir nicht ahnen könnten, welche Folgen die konstruierte Empörung auch diesmal haben wird, nämlich keine.
Aber laut ist es. Und auf die Reflexe ist Verlass. Im Wahlkampf mehr denn je. Also dringen die Schreie der Strache-Gegner zu uns vor, ob wir sie noch hören wollen oder nicht - "Skandal" erregen sich die einen, "Rücktritt" fordern die anderen. Wie gehabt. Dem gegenüber stehen die Reflexe auf die Reflexe - "Manipulation" dringt es aus der blauen Ecke. "Schmutzkübel" oder "Sudelküche" ist zu vernehmen. Wie gehabt.
Dem folgt prompt unser Reflex. Zugedröhnt vom Populismus setzen wir uns mit der wahren Thematik des "Alles, was rechts ist" nicht mehr auseinander. Und das ist die Tücke der Geschichte. Unserer Geschichte.

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