Familienverband fordert mehr Geld für Familien statt "Wahlzuckerl"

Generalsekretärin des Katholischen Familienverbands Österreich bekräftigt in westösterreichischen Kirchenzeitungen Forderung nach regelmäßiger Anpassung der Familienleistungen an die Inflationsrate

Wien, 11.9.08 (KAP) Der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) hat seine Forderung nach einer regelmäßigen Anpassung (Valorisierung) der Familienleistungen an die Inflationsrate bekräftigt. "Was für Pensionisten recht ist, sollte auch für Familien billig sein, denn sie erbringen für die Gesellschaft wichtige Leistungen und sind keine Bittsteller, die – je nach politischem Kalkül – etwas bekommen oder nicht", so Rosina Baumgartner, KFÖ-Generalsekretärin, in der aktuellen Ausgabe der westösterreichischen Kirchenzeitungen.

Rosina Baumgartner verweist darauf, dass der Grundbetrag der Familienbeihilfe (105,4 Euro) seit 1990 und das Kinderbetreuungsgeld seit seiner Einführung 2002 nicht mehr erhöht wurden. Weiters fordert sie, dass es auch für Kinder und betreuende Eltern (wie für Einkommensbezieher) ein steuerfreies Existenzminimum geben soll.

Die zusätzliche 13. Familienbeihilfe, die noch vor der Wahl beschlossen werden könnte, sieht die KFÖ-Generalsekretärin grundsätzlich positiv, "denn gerade junge Familien mit geringerem Einkommen sind vom Preisanstieg bei Lebensmitteln, Energie und Mieten besonders betroffen". Allerdings: "Sosehr wir gerade in der jetzigen Situation jede zusätzliche Unterstützung der Familien begrüßen, so ist das doch wieder nur eine punktuelle Maßnahme, die schon etwas nach Wahlzuckerl schmeckt".

Positiv sieht der Familienverband die Forderungen für den Gratisbesuch des Kindergartens. Rosina Baumgartner: "Wenn ich sehe, dass heute ein Ganztagskindergartenplatz im Monat mehr kostet als die Studiengebühr für ein Semester, dann frage ich mich schon, wo mehr Handlungsbedarf ist". Für die Einführung des Gratiskindergartens brauche es aber auch endlich bundesweite Regeln für Qualität und Öffnungszeiten, so die KFÖ-Generalsekretärin. (forts.)
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