Kdolsky: Rasche und richtige Hilfe in Notfällen essenziell - Erste-Hilfe-Coach sensibilisiert

Flächendeckenden Regelunterricht in Erster Hilfe rasch umsetzen

Wien, 11. September 2008 (OTS) - "'Wer rasch hilft, hilft doppelt'
- dieses Sprichwort gilt vor allem bei Notfällen. Denn durch rasche und natürlich auch richtige Hilfe können manche, oft schwerwiegende gesundheitliche Folgen vermieden bzw. gemildert werden", sagte Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky bei der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Generalsekretär des Österrichischen Jungendrotkreuzes, Mag. Karl Zarhuber, und dem Geschäftsführer von Nokia Alps, Martin Pedersen, anlässlich der Präsentation des "Erste-Hilfe-Coachs" fürs Handy. Entwickelt wurde diese Applikation, die die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen zeigt und erklärt, vom Österreichischen Jugendrotkreuz in Kooperation mit Nokia und dem BMGFJ. Weitere Unterstützer des Projekts sind sms.at und mobilkom austria.

Durch den "Erste-Hilfe-Coach" sollen in erster Linie Kinder und Jugendliche rechtzeitig mit dem Thema Erste Hilfe konfrontiert und auf die Bedeutung der Beherrschung von Erste-Hilfe-Maßnahmen aufmerksam gemacht werden. "Der 'Erste-Hilfe-Coach' fürs Handy kann und soll aber auch dazu beitragen, die Zahl jener zu verringern, die sich im Ernstfall nicht trauen, zu helfen", so die Gesundheitsministerin, die diesbezüglich auf eine Umfrage des Roten Kreuzes verwies, wonach zwei Drittel der Österreicher/innen sich nicht zutrauen würden, in einer Notsituation spontan erste Hilfe zu leisten.

Die Grundlagen, um richtig und schnell helfen zu können, solle man in einem Erste-Hilfe-Kurs schon in möglichst jungen Jahren erlernt werden. "Erste-Hilfe-Kurse werden daher in Österreich schon in der Grundschule angeboten, sollten darüber hinaus allerdings auch in der Regelausbildung verankert werden. Hier würde ich mir ein stärkeres Engagement des zuständigen Bildungsministeriums und seitens Bundesministerin Schmied wünschen - schließlich ist die rechtzeitige Schulung in Erste-Hilfe-Maßnahmen essenziell", so Kdolsky.

Bereits im Rahmen des Projekts "Erste Hilfe in Bewegung" - bei dem auch das Jugendrotkreuz und das Gesundheitsministerium beteiligt waren - wurde durch 15 teilnehmende Pilotschulen herausgearbeitet, wie Erste Hilfe am nachhaltigsten und entsprechend der jeweiligen Altersstufe gelehrt und gelernt werden kann. Ziel nach Beendigung der Pilotphase war der flächendeckende Regelunterricht in Erster Hilfe ab der dritten Klasse Volksschule. "Als Gesundheitsministerin ist es mir ein besonderes Anliegen, dass diese flächendeckende Umsetzung rasch realisiert wird. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf seitens der Bildungsministerin", so Kdolsky, die abschließend betonte, dass der 'Erste-Hilfe-Coach' fürs Handy keinen Erste-Hilfe-Kurs ersetzen kann. "Auf jeden Fall braucht es die theoretischen und praktischen Kenntnisse eines Erste-Hilfe-Kurses um im Notfall richtig handeln zu können."

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