Blecha fordert "noch heuer auszuzahlende Einmalzahlung" an Pensionistinnen und Pensionisten

"Deckungsrate bei Pensionsaufwand durch Beiträge so hoch wie noch nie"

Wien (SK) - "Die Teuerung hat ein Rekordmaß erreicht, da 170.000 Menschen unter die Armutsgrenze gerutscht sind", stellte der Präsident des Pensionisten Verbands Österreichs (PVÖ) Karl Blecha fest. Besonders Pensionistinnen und Pensionisten sind von dieser Teuerungswelle betroffen, deshalb tritt der PVÖ für eine noch heuer auszuzahlende Einmalzahlung ein. Weitere Forderungen sind die Beendigung der Wartefrist bei Pensionsanpassungen, das Streichen des Pensionssicherungsbeitrags für kleine und mittlere Beamte und die klare Absage an die Pensionsautomatik. "Wir legen dem Parlament ganz konkrete Vorschläge vor, die finanzierbar sind und berechnet sind bis auf Punkt und Beistrich", betonte Blecha. ****

"Übermorgen findet eine Sondersitzung im Parlament statt, die über das Fünf-Punkte-Entlastungsprogramm der SPÖ verhandelt. Werner Faymann war der Erste der auf die Teuerung reagiert hat." Hier sei auch der Ruf an die Pensionistenvertreter lauter geworden, so Blecha. "Wir wollen sicherstellen, dass Pensionistinnen und Pensionisten soviel zur Sicherung ihrer Kaufkraft bekommen wie möglich. Wir fordern die Sicherung dieser Kaufkraft noch vor den Wahlen."

Die Pensionsanpassung 2009 wird auf November 2008 vorgezogen, die zusätzlichen Beträge werden im Dezember ausbezahlt. Mit der Anpassung der Pensionen stehe auch die heuer noch auszuzahlende Einmalzahlung in Zusammenhang, hierbei soll es sich um einen Betrag von mindestens 150 Millionen Euro handeln. Die Pensionsanpassung soll bei 3,2 Prozent liegen, jedes weitere Zehntel würde 26 Millionen Euro kosten. "Die Wartezeit für Pensionsanpassung, die bei 23 Monaten liegen kann, muss fallen", führte Blecha eine weitere Forderung aus. Bei der Pensionsanpassung soll es keinen "Deckel" in der gesetzlichen Pensionsversicherung geben.

"Bezüglich der Streichung des Pensionssicherungsbeitrages für kleine und mittlere Beamte werden wir die Diskussion einfordern." Dieser Beitrag, der zwischen zwei und sechs Prozent liegt, soll gestrichen werden. "Die Pensionsautomatik darf nicht erneut Gegenstand der Diskussion werden", betonte Blecha. Eine Erhöhung des Pflegegelds, ein bundesweiter Heizkostenzuschuss und eine Gesundheitsreform bilden weitere Vorschläge des Seniorenrates.

"Die Deckungsrate durch Beiträge bei der Pensionsversicherung ist jetzt so hoch wie noch nie und liegt bei 97, 9 Prozent" führte der Präsident des PVÖ aus. Aus diesem Grund werden Vorzuschüsse kaum gebraucht. Ende Mai 2008 wurde festgestellt, dass rund 380 Millionen Euro im Jahr 2007 nicht verbraucht wurden, diese können innerhalb dieses Jahres verwendet werden und dank dieser finanziellen Mittel können die Forderungen finanziert werden. "Die Pensionistinnen und Pensionisten erhalten von Kanzlerkandidat Werner Faymann größte Unterstützung", so Blecha. (Schluss) ue

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