Sima gratuliert zu 20 Jahre biohelp

Spatenstich für ersten Lehrpfad für biologischen Pflanzen-schutz

Wien (OTS) - "Mit Nützlingen gegen Schädlinge" lautet das er-folgreiche Motto der Firma biohelp - und das mittlerweile seit 20 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums wurde heute auf dem Gelände der biohelp GmbH von Umweltstadträtin Ulli Sima und biohelp-Geschäftsführer Michael Gross der Spatenstich für Österreichs ers-ten Lehrpfad für biologischen Pflanzenschutz vorgenommen. Auf die-sem wird künftig die Vielfalt der biologischen Pflanzenschutzmaßnahmen veranschaulicht, die bereits in der heimischen Landwirtschaft etabliert sind. Der Bogen reicht vom Nützlingsein-satz im Gartenbau über die "Verwirrungstechnik" im Obst-und Wein-bau sowie die Anwendung von Pflanzeninhaltsstoffen und biologi-schen Insektiziden zur Schädlingsbekämpfung. "Die Vorteile für die Umwelt liegen klar auf der Hand. Zentral ist, dass es bei der Be-kämpfung durch Nützlinge zu keiner Resistenzbildung kommt, der Einsatz der Nützlinge ist für Mensch, Tier und Pflanze völlig un-bedenklich", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Die Stadt Wien ist seit langem Partner von biohelp.

Pionier in der Nützlingszucht

Biohelp ist österreichweit das einzige Unternehmen, das sich mit der Zucht von Nützlingen befasst. "Nützlinge sind die natürli-chen Gegenspieler von Schädlingen. Je nach Lebensweise werden zwei Gruppen von Nützlingen unterschieden", erläutert biohelp-Chef Gross. Der Räuber sucht aktiv Schädlinge, frisst sie und entlastet so die befallene Pflanze ohne selbst schädigend zu wirken. Der Schädling dient als Nahrung. Der Parasit hingegen pflanzt sich entweder auf oder im Körper des Schädlings fort, der von innen her aufgefressen wird. Der Nützling verlässt den Schädling nach Ab-schluss seiner Entwicklung. In diesem Fall dient der Schädling als Vermehrungsgrundlage.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, mikroskopische kleine Lebewesen wie Bakterien, Viren oder Pilze zur Schädlingsbekämpfung einzuset-zen.

Vorteile des Nützlingseinsatzes:

o Schaffung und Erhaltung eines gesunden Wohn- und Arbeitsklimas o Lang andauernde, nachhaltige Wirkung o Keine Resistenzbildung o Anwenderfreundlich durch einfache Handhabung o Keine Pflanzenschutzmittelrückstände und somit gesündere Pflanzen und unbelastetes Erntegut o Umweltschonend - völlig unbedenklich für Mensch, Tier und Pflanze

Breites Betätigungsfeld für Nützlinge

Die Methode der biologischen Schädlingsbekämpfung wurde auch für die Anforderungen im Kleingarten- und Innenraumbereich konzi-piert. Es wird dabei eine breite Palette an giftfreien Alternati-ven zu herkömmlichen Pflanzenschutzmitteln geboten. Nützlinge tra-gen praktisch unbemerkt zur Gesundheit von Zimmerpflanzen bei und erhalten dabei ein natürliches Wohn- und Arbeitsklima. Immer mehr Hobbygärtner setzen auf Nützlinge und andere biologische Verfah-ren, um ihre Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen auf natürliche Weise gesund zu erhalten.

Auch die Stadt Wien arbeitet eng mit biohelp zusammen. Die MA 42 (Wiener Stadtgärten) setzen in vielen Bereichen auf Nützlinge gegen Schädlinge. Beispielsweise werden im Palmenhaus australische Marienkäfer zur Wolllausbekämpfung eingesetzt. Auch die Weih-nachtssterne werden ausschließlich mit Nützlingen vor Schädlings-befall geschützt.

Auch die Wiener Gärtner verzichten mittlerweile fast zur Gän-ze auf chemisch-synthetische Mittel durch den optimalen Nützlings-einsatz in der Fruchtgemüseproduktion. Im Obstbau setzt biohelp zum einen auf Verwirrungstechnik, wo mit Pheromonen (=Sexualduftstoffen) gegen den Apfelwickler gekämpft wird. Ande-rerseits werden Granuloseviren gegen Apfelwickler und Fruchtscha-lenwickler, sowie Pflanzenstärkungsmittel und Fallensystemen gegen diverse Schädlinge und Krankheiten eingesetzt. Im Weinbau sind ebenfalls Pheromone gegen den Einbindigen und Bekreuzten Trauben-wickler in Verwendung. In der Imkerei bietet biohelp effektive biologische Bekämpfungsverfahren gegen die Varroamilbe und gegen die Wachsmotte. Auch in der Landwirtschaft kann biologisch gegen Schädlinge vorgegangen werden, wie etwa mit der Güllefliege gegen Stallfliegen oder mit Schlupfwepsen gegen Maiszünsler.

o Infos auf www.biohelp.at

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Mag. Anita Voraberger
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