ÖVP Wien ad U-Kommission: Stadt Wien überhört Anliegen des Personals im OWS

Oberarzt Meisermann bestätigt jahrelange Urgenz wegen Psychiatrischer Überwachungsstation

Wien (VP-Klub) - Wenn PatientInnen eine intensive psychiatrische Überwachung benötigen, müsse man sich derzeit um ein Intensivbett in anderen Spitälern bemühen, kritisierte Dr. Thomas Meisermann, Oberarzt am Otto Wagner-Spital (OWS), in der heutigen Sitzung der Psychiatrie-Kommission.

So habe man im OWS derzeit nur sieben Intensivbetten. Das sei sehr wenig im Vergleich mit anderen Spitälern. Die Situation sei also in dieser Hinsicht äußerst unbefriedigend, so Meisermann.

Bereits 2003, also vor fünf Jahren, habe das Personal im OWS die vorgesetzten Dienststellen darauf aufmerksam gemacht, dass ein Großkrankenhaus wie das Otto Wagner-Spital eine Psychiatrische Überwachungsstation benötige. "Geschehen ist bisher nichts - und dann erklären uns sowohl KAV Generaldirektor Marhold als auch Stadträtin Wehsely, dass man in der Psychiatrie bestens organisiert sei. Das ist unfassbar", zeigt sich ÖVP Wien U-Kommissionsmitglied LAbg. Karin Praniess-Kastner empört.

Das Personal werde im Klinikalltag teilweise aufgrund der mangelhaften Strukturen zu organisatorische Notlösungen gedrängt, um die Versorgung in kritischen Situationen zu sichern. "Die betroffenen ÄrztInnen und PflegerInnen hier einfach nach dem Prinzip do-it-yourself alleine zu lassen und damit die Verantwortung abzuwälzen, ist unverantwortlich", ergänzt ÖVP Wien LAbg. Monika Riha.

Meisermann bestätigt personellen Aderlass im OWS

Wenn von insgesamt 43 FachärztInnen 19 das Spital verlassen, dann müsse man sich in den Führungsgremien schon fragen, warum so viele Fachkräfte das OWS verlassen, erklärte Meisermann. "Der von Kollege Deutsch angeführte ’gute Durchschnitt’ beim Personal im OWS ist einmal mehr zu hinterfragen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf", so Praniess-Kastner und Riha abschließend.

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