GPA-DJP-Katzian zu Herbstlohnrunden: Unternehmer dürfen sich nicht hinter hoher Inflationsrate verstecken

Ertragslage der Unternehmen erlauben ordentliche Abschlüsse - Steuerreform dringend notwendig

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Die hohe Inflationsrate darf von den Arbeitgebern nicht als Vorwand genommen werden, um von der guten Ertragslage vieler Unternehmen abzulenken. Die aktuellen Ergebnisse nicht nur in der Industrie sondern auch im Handel erlauben in den kommenden Herbstlohnrunden nachhaltige Abschlüsse, die diese Ergebnisse der Unternehmen auch widerspiegeln", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Wolfgang Katzian zur aktuellen Diskussion über die Lohn- und Gehaltspolitik. ++++

"Selbst in jenen Bereichen, die von öffentlichen Geldern abhängen, wie im privaten Gesundheits- oder Bildungsbereich, ist durch die hohen Steuereinnahmen bedingt ausreichend Spielraum für ordentliche Erhöhungen vorhanden", so Katzian.

"Die aktuelle Diskussion um den Teuerungsausgleich wird auch dazu benutzt, vom mangelnden Willen für eine umfassende Steuerentlastung für die ArbeitnehmerInnen abzulenken. Die besten Lohn- und Gehaltsabschlüsse können nichts bewirken, wenn aufgrund der Steuerprogression die Realeinkommen stagnieren und der Finanzminister die Lohnerhöhungen den Leuten wieder aus der Tasche zieht. Die Menschen brauchen rasch konkrete Maßnahmen gegen die Teuerung, deshalb unterstütze ich auch die aktuellen politischen Bemühungen, sie brauchen aber auch eine umfassende Steuerentlastung, damit die Realeinkommen nachhaltig steigen", so Katzian abschließend.

ÖGB, 11. September 2008 Nr. 499

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