ÖAMTC-Sommerrückblick - Mietwagenbetrüger werden immer dreister

Frechheit kennt keine Grenzen - Club warnt vor Fallen im Urlaub

Wien (OTS) - Wer vor herbstlichen Temperaturen Richtung Süden flieht, kann aus oft schmerzhaften Erfahrungen der Sommerurlauber lernen. Das betrifft auch das Thema Mietwagen, bei dem die Betrüger immer frecher werden, wie einige Fälle der ÖAMTC-Touristik zeigen. So wie jener von Herrn W. Im Rahmen seines Urlaubs wollte das ÖAMTC-Mitglied Sizilien auf vier Rädern erfahren. Dazu mietete er für die Zeit ein Auto und erhielt am Flughafen in Catania den Autoschlüssel. Am Parkplatz der Mietwagen-Firma wartete dann ein freundlicher Herr, der ihm den Schlüssel abnahm, um den Mietwagen zu holen. Als der vermeintliche Mitarbeiter mit dem Wagen um die Ecke bog, blieb er vor Herrn W. nicht stehen, sondern brauste davon. "Das ist kein Einzelfall. Immer wieder gehen Urlauber Betrügern auf den Leim", warnt ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek und rät zu einer gesunden Portion Skepsis sowohl bei der Übernahme als auch bei Rückgabe des Mietwagens. "Hat man den Schlüssel für den Wagen erhalten, gibt man ihn am besten nicht mehr aus der Hand."

Damit das Mietfahrzeug im Urlaub nicht zum Ärgernis wird, gilt es einige Grundregeln zu beachten. Kabourek empfiehlt, Mietpreise vor der Buchung zu vergleichen und im Vorfeld zu klären, welche Dokumente (z.B. Internationaler Führerschein) vor Ort benötigt werden. Zu besonderer Aufmerksamkeit rät Kabourek bezüglich der Versicherungsbedingungen. "Die Haftpflichtdeckungssumme sollte mindestens drei Millionen Euro betragen. Eine Vollkaskoversicherung für den Mietwagen ist ein Muss", sagt die ÖAMTC-Touristikerin. Die erwünschten Versicherungsleistungen müssen im Mietvertrag dokumentiert sein, auf oft gut versteckte unerwünschte Versicherungsklauseln sollte man gut achten.

"Bei der Fahrzeugübernahme verlangt man am besten einen Beleg über die Höhe der Kaution und fragt nach Informationen und Telefonnummern für Not- und Pannenfall", sagt Kabourek. Vor Fahrtantritt ist dann der technische Zustand des Fahrzeugs zu überprüfen. Vor allem auf abgefahrene Reifen, Licht, Blech- oder Lackschäden ist zu achten. "Mängel sollte man sich vom Vermieter schriftlich bestätigen lassen", empfiehlt die ÖAMTC-Touristikerin.

Auch die Rückgabe-Formalitäten klärt man am besten bei Übernahme des Fahrzeugs. "Es ist ratsam, den Wagen innerhalb der Geschäftszeiten zurückzugeben. Dabei lässt man sich nochmals ein Protokoll über den Zustand des Fahrzeugs anfertigen und bestätigen", sagt Kabourek. Die Retournierung durch Einwerfen von Schlüssel und Papieren in einen Postkasten sollte vermieden werden - auch hier sind schon einige Urlauber Betrügern aufgesessen. Damit es auch nach dem Urlaub keine unliebsamen Überraschungen gibt, sollte man Abbuchungen auf der Kreditkarte genau hinterfragen. "Wenn z.B. ausgemacht war, dass im Mietpreis alle anfallenden Kosten inkludiert sind, und auch die Tankregelung korrekt beachtet wurde, dann ist keinerlei Abbuchung legitim."

Die ÖAMTC-Touristik hat in Kooperation mit den Clubjuristen zwei übersichtliche Mietwagen-Checklisten erstellt: Eine für die Buchung, die andere für die Fahrzeugübernahme. Zu finden sind die Listen auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/reise.

Sollte es vor Ort Probleme geben, sind die ÖAMTC-Juristen im Notfall unter der Nummer des Schutzbrief-Notrufes +43 (0)1 25 120 00 auch aus dem Ausland rund um die Uhr erreichbar. Eine Rechtsschutzversicherung erleichtert im Streitfall die Rechtsdurchsetzung.

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