Rauchen in der Schwangerschaft gleicht "russischem Roulette" - die STGKK bietet Hilfe an

Endlich rauchfrei! Die Steiermärkische Gebietskrankenkasse wendet sich mit Einzelentwöhnungs-Angeboten speziell an Schwangere, Krebspatienten und Menschen mit Beeinträchtigung.

Graz (OTS) - Wussten Sie, dass in der Steiermark Tag für Tag etwa drei Millionen Zigaretten geraucht werden? Das sind 1,1 Milliarden Glimmstängel pro Jahr - eine Menge, bei der sich nahezu 200 Millionen Euro in Rauch auflösen. Besonders alarmierend: Selbst während der Schwangerschaft sind längst nicht alle Frauen bereit, die Zigaretten zur Seite zu legen - rund 30 Prozent aller werdenden Mütter greifen regelmäßig zur Zigarette. "Das sind erschreckende Zahlen. Rauchen in der Schwangerschaft gleicht tatsächlich russischem Roulette und kann schwerwiegende Folgen haben. Zigarettenrauch ist ein chemischer Cocktail aus etwa 4.000 Substanzen, von denen 250 als toxisch oder krebserregend einzustufen sind. Über die Plazenta gelangen viele dieser Wirkstoffe direkt in den Körper des Ungeborenen, der auf Gifte besonders empfindlich reagiert", warnt Dr. Kathryn Hoffmann, die das Tabakentwöhnungsprogramm der STGKK leitet. Die Medizinerin spielt den schwarzen Peter aber nicht nur den Frauen zu: "Auch Väter tragen eine hohe Verantwortung, schließlich ist Passivrauchen für Kinder ebenfalls enorm schädlich."

Mit Einzelentwöhnungsangeboten wendet sich die Steiermärkische Gebietskrankenkasse jetzt gezielt an schwangere Raucherinnen. Die Kurse bestehen aus sechs Einheiten zu je 45 Minuten und werden im Ambulatorium der STGKK in Graz, Friedrichgasse 18, jeweils mittwochs in der Zeit von 15 bis 19 Uhr abgehalten. Eine speziell dafür geschulte Ärztin geht punktgenau auf die Bedürfnisse der werdenden Mutter ein, selbstverständlich ist auch der Partner willkommen. Die Rauchentwöhnung kostet 30 Euro Selbstbehalt, den Rest der Kosten übernimmt die Kasse. Hoffmann: "Die Teilnahme zahlt sich in jedem Fall aus. Erfahrungen aus unseren Gruppenseminaren belegen, dass immerhin 70 Prozent der Teilnehmer nach Beendigung des Kurses tatsächlich rauchfrei sind." Übrigens: Weil gerade Alleinerzieherinnen besonders gefährdet sind, nach der Geburt wieder mit dem Rauchen anzufangen, gilt das STGKK-Angebot bis sechs Monate nach der Geburt.

Die Einzelseminare, gedacht als Ergänzung zu den bewährten Gruppenentwöhnungskursen, wenden sich aber nicht ausschließlich an schwangere Frauen. Hoffmann: "Es hat sich gezeigt, dass auch Krebspatienten, die mit dem Rauchen aufhören wollen, lieber Einzelberatungen in Anspruch nehmen - gerade vor oder während einer Chemotherapie ist Tabakmissbrauch extrem schädlich. Dasselbe gilt für Menschen mit verschiedensten eeinträchtigungen. Wir wollen mit unserem neuen Angebot einfach alle Personen ansprechen, die sich in einer Gruppe nicht wohlfühlen."

Nähere Informationen und Anmeldungen unter der STGKK-RaucherInnen-Helpline 0316/8035-1919. Die Helpline ist Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und dienstags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr erreichbar. Außerdem steht allen, die sich endgültig vom "blauen Dunst" befreien wollen, das interaktive Rauchstopp-Programm der STGKK zur Verfügung: www.endlich-aufatmen.at

Rückfragen & Kontakt:

Dieter Hausberger, Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0316/8035-1615
Dr. Kathryn Hoffmann, Gesundheitsförderung, Tel.: 0316/8035-1526
Steiermärkische Gebietskrankenkasse www.stgkk.at

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