Oberösterreichs Arbeitnehmer sind höchst mobil

Linz (OTS) - Rund ein Drittel der Beschäftigten in Oberösterreich arbeitet außerhalb des eigenen Bezirks - mehr als in jedem anderen Bundesland (außer Wien). Durch diese hohe Mobilität funktioniert die heimische Wirtschaft. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert dringend notwendige Verbesserungen für die Berufspendler/-innen: "Wir verlangen die Umwandlung der Pendlerpauschale in einen einkommensunabhängigen Betrag, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie regionale Fördermaßnahmen!"

Oberösterreich zählt beim Pendeln zu den Spitzenreitern. Sieben von zehn Berufstätigen arbeiten außerhalb ihrer Wohngemeinde. In keinem anderen Bundesland (außer Wien) sind mehr Personen außerhalb ihres Bezirks beschäftigt sind als in Oberösterreich, nämlich rund ein Drittel.

Dabei spielt der Linzer Zentralraum eine herausragende Rolle. Etwa 40 Prozent der Arbeitnehmer/-innen aus den Mühlviertler Bezirken pendeln nach Linz. Oft werden auch sehr weite Wege in Kauf genommen. Erfreulich: Die AK-Pendlerbefragung in Linz hat gezeigt, dass die Bereitschaft zum Verzicht auf den PKW im Mühlviertel besonders hoch ist, wobei Rohrbach den Spitzenplatz einnimmt. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in und um Linz ist somit ein vielversprechendes Projekt.

Den höchsten Anteil an Auspendler/-innen aus dem eigenen Bezirk weist Urfahr-Umgebung auf (knapp 70 Prozent). Dass aber auch Arbeitswege innerhalb der eigenen Gemeinde ins Gewicht fallen können, wissen viele Linzer/-innen. Ungefähr jede/-r Dritte der gut 170.000 Beschäftigten in Linz stammt aus der Landeshauptstadt selbst.

Auch südlich der Donau herrscht reger Berufsverkehr. In den Bezirken Linz-Land, Eferding, Grieskirchen und Schärding arbeiten über 80 Prozent der Erwerbstätigen außerhalb ihrer Wohngemeinde. Neben Linz sind auch Wels und (für Linz-Land) Steyr wichtige Zielorte. "Um mehr darüber herauszufinden, was die nach Wels und Steyr Pendelnden bewegt, wird die AK auch dort Befragungen durchführen: in Wels am Montag, dem 15. September, und in Steyr am Donnerstag, dem 18. September", kündigt AK-Präsident Kalliauer an.

Die Bezirke Kirchdorf, Vöcklabruck, Gmunden, Ried und Braunau befinden sich am unteren Ende der Skala, was den Anteil der Auspendler/-innen aus den jeweiligen Bezirken betrifft. Trotzdem ist auch hier Pendeln für viele Menschen Voraussetzung ihrer Berufstätigkeit. "Für die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Oberösterreich gehört das Pendeln zum Alltag. Gleichzeitig sind die Bedingungen recht unterschiedlich", stellt der AK-Präsident fest: "Um endlich allen Pendlerinnen und Pendlern gerecht zu werden, muss das Unterstützungssystem gründlich überarbeitet werden. Mit einer einfachen Erhöhung der Pendlerpauschale ist es sicher nicht getan!"

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