"Mehrwert" eines Ordensspitals besteht in verstärkter Menschlichkeit

Aktuelle Beilage "inpuncto" der "Kirchenzeitung der Diözese Linz" hat Oberösterreichs Ordensspitäler zum Schwerpunkt - In Oberösterreich wird die Hälfte der stationären Patienten in geistlichen Krankenhäusern behandelt

Linz, 11.9.08 (KAP) Die menschliche Dimension der Ordenskrankenhäuser hat die Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, Sr. Kunigunde Fürst, betont. In der aktuellen Beilage "inpuncto" der "Kirchenzeitung der Diözese Linz" unterstreicht Sr. Fürst, dass der "Mehrwert" eines Ordensspitals nicht darin bestehe, "dass wir medizintechnisch besser sind oder dass wir besser wirtschaften", sondern man wolle vielmehr "tiefer" auf die Menschen eingehen. Fürst:
"In unseren Spitälern behandeln wir nicht Krankheiten, sondern kranke Menschen". Sie wolle die Ordensspitäler aber nicht gegen andere Krankenhausträger ausspielen, so die Generaloberin.

"inpuncto" stellt auf 16 Seiten ausführlich die sieben Ordensspitäler Oberösterreichs mit ihrem Auftrag und ihrem Selbstverständnis vor. Die Ordenskrankenhäuser sind in Oberösterreich ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitssystems, denn 48 Prozent der stationären und 51 Prozent der ambulanten Patienten in Oberösterreich werden in einem Ordensspital behandelt. Von den "Palliativ-Betten" des Bundeslandes befinden sich 70 Prozent in Ordensspitälern. Die Ordensspitäler sind auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Sie beschäftigen nahezu 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Prekär ist allerdings die finanzielle Situation der Ordensspitäler, nicht nur in Oberösterreich sondern österreichweit. Deshalb drängen die Ordenskrankenhäuser auf Reformen im Bereich der öffentlichen Spitalsfinanzierung.

Eine im vergangenen Juni veröffentlichte Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) enthält ein vernichtendes Urteil über das derzeitige System der Finanzierung. Die Studie belegt, dass Ordensspitäler effizienter arbeiten als andere Krankenhäuser, bei der Finanzierung aber benachteiligt werden. Es gebe etwa keine kostengerechte Bezahlung für stationäre und ambulante Spitalsleistungen, das System sei völlig intransparent und es existierten zehn unterschiedliche Regelungen für neun Bundesländer. (Das "inpuncto"-Magazin findet ab 11. September auf der Website www.kirchenzeitung.at). (ende)
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