Huainigg fordert Verbot der aktiven Sterbehilfe im Verfassungsrang

Noch 18 Tage bis zur Wahl: ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung präsentiert täglich eine Position zur Behindertenpolitik

Wien (ÖVP-PK) - Seit 2002 ist Dr. Franz-Joseph Huainigg Abgeordneter zum Nationalrat. In dieser Zeit konnten wichtige Verbesserungen für behinderte Menschen umgesetzt werden. Am 28. September stellt sich Huainigg wieder der Wahl. Bis dahin präsentiert er auf seiner Diskussionsplattform FJH 21 täglich eine Forderung zur Behindertenpolitik - und lädt Sie ein, dazu Stellung zu beziehen:
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Position 4: Verbot der aktiven Sterbehilfe in der Verfassung
Nach amtlichen Angaben haben niederländische Ärzte im Jahr 2006 in 2.300 Fällen aktive Sterbehilfe geleistet. Eine Zunahme gibt es -laut niederländischem Gesundheitsministerium - bei Fällen palliativer Sedierung. Dabei versetzen Ärzte schwerkranke Menschen mit Medikamenten in einen tiefen Schlaf und führen keine Nahrung und keine Flüssigkeit mehr zu. Im Jahr 2001 gab es 8.500 solcher Fälle, im Jahr 2005 lag die Zahl bei 9.600. In den Niederlanden wird sogar die Euthanasie bei sozialem Leiden diskutiert (bislang nur körperliches und psychisches Leiden). Sterbehilfe ist auch für Minderjährige ab zwölf Jahren möglich. Diskutiert wird, die Euthanasie schon bei Neugeborenen durchzuführen.

Österreich hat sich für einen anderen Weg entschieden, den die ÖVP auch in Zukunft beschreiten will - für den Ausbau der Palliativmedizin und die Unterstützung der Hospizbewegung, für die Autonomie des Einzelnen durch die Patientenverfügung und für einen Lebensabend in Würde. "Nicht durch die Hand, sondern an der Hand eines anderen Menschen sterben", lautet ein Leitspruch von Kardinal König, den die ÖVP unterstützt. ÖVP-Behindertensprecher Dr. Franz-Joseph Huainigg fordert deshalb die Verankerung der Menschenwürde und ein Verbot der aktiven Sterbehilfe im Verfassungsrang.

Und was meinen Sie?
- Wird durch das Verbot der aktiven Sterbehilfe ein selbstbestimmtes Sterben verhindert?
- Was ist höher zu bewerten: ein Recht auf Sterben oder ein Recht auf würdevolles Leben bis zum Ende?
- Glauben Sie, dass Sie sich schon jetzt in eine krisenhafte Situation versetzen können, in der Sie sich später einmal befinden könnten?

Diskutieren Sie mit: http://www.franzhuainigg.at
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