Plassnik: "Das Team-Außenministerium - lernfreudig, kreativ, bürgerorientiert"

Außenministerin vor Botschafterkonferenz des BMeiA

Wien (OTS) - "Unser Blick gilt den Herausforderungen der kommenden Jahre, die durchaus anspruchsvoll sein werden", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik heute vor der in Wien tagenden Botschafterkonferenz. In ihrer Rede ging die Außenministerin auf die aktuellen Themen der Weltpolitik ein - insbesondere die Krise im Kaukasus. Als die vier zentralen Herausforderungen im kommenden Jahr nannte Plassnik Österreichs Kandidatur im Sicherheitsrat, die Wiedervereinigung Europas am Balkan, den Ausbau der Servicefunktion des Ministeriums und die Mobilisierung positiver Kräfte gegen die sich verstärkende Grundhaltung des Nein-Sagens.

Die Außenministerin weiter: "Es geht um die politische und wirtschaftliche Selbstbehauptung Europas in einer sich rasch ändernden Welt. Das österreichische Motto muss lauten: Ärmel aufkrempeln. Als erfolgreiches Land, sollten wir die Chancen, die wir in Europa und der Welt vorfinden, selbstbewusst nützen. Es geht nicht um ein Europa ohne Wenn und Aber. Gefragt ist die tagtägliche Verbesserungsarbeit an den vielen Baustellen unserer Heimat Europa. Wir alle sind Teilhaber der Europäischen Union - jede einzelne, jeder einzelne. Was wir brauchen ist aktive und selbstbewusste Mitgestaltung dieses neuen Europa. Wir müssen unsere Stimme in der EU und in der Welt stärken, nicht schwächen - durch Verzagtheit und Duckmäusertum. Das gelingt nur, wenn wir geeint vorgehen. Ich will mir kein Österreich vorstellen, in dem die Gegner Europas die politische Mehrheit haben."

Plassnik: "Mit dem Ziel, 2009/2010 dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen als nicht-ständiges Mitglied anzugehören, haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesteckt und klar signalisiert, dass wir bereit sind, global Mitverantwortung zu übernehmen. Nicht weil wir uns etwas anmaßen, sondern weil auch die kleineren und mittleren Staaten mitgestalten können und sollen. Mit dem EU-Vorsitz 2006 haben wir bewiesen, dass wir eine solche Herausforderung auch bewältigen können."

"Diplomatie ist Begegnung und Dialog", betonte die Außenministerin. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten hat hoch qualifizierte und engagierte Mitarbeitern.
"Ich wünsche mir das BMeiA als ein lernfreudiges, offenes Klein- und Mittelständisches Unternehmen; mit einem kreativen Geist, in dem Verantwortungsbereitschaft vorgelebt wird. Auch 2009 wollen wir das Service für Österreicher weiter verbessern. Unsere Landsleute werden mobiler, bereisen den Globus und arbeiten in allen Erdteilen. Es freut mich daher besonders, dass wir mit der Wahlrechtsänderung einen lang gehegten Wunsch der Österreicher in der Welt umsetzen konnten. Damit wird schon bei der kommenden Nationalratswahl die Stimmabgabe in echter Briefwahl möglich. Damit stärken wir auch die Verbindung zu unseren lebendigen ´Brückenköpfen´, die unser Land weltweit hat."

Plassnik abschließend: "Ein weltoffenes und selbstbewusstes Österreich kann die Chancen besser nutzen, die sich in einer immer enger zusammenwachsenden Welt ergeben. Dazu soll und wird das Außenministerium weiter seinen aktiven Beitrag leisten. Auf Anforderungen reagieren, neue Fragen stellen und, so weit möglich, Antworten formulieren, lautet unsere Herausforderung."

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