Öllinger zu Pensionen: Grüne fordern Abgeltung der Inflation und Sanierung der ungerechten Pensionserhöhung 2008 statt Einmalbetrag

Die Menschen müssen heutige Preise bezahlen und nicht die des vergangenen Jahres

Wien (OTS) - "Eine Einmalzahlung für PensionistInnen löst das Problem stark steigender Preise nicht", meint der stellvertretende Klubobmann und Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger. "Die Menschen müssen jeden Tag höhere Lebenshaltungskosten bezahlen." Die Berechnungsweise der Pensionserhöhung bezeichnet Öllinger angesichts der hohen Inflation als zynisch und ungerecht: "Die Pensionserhöhung hinkt immer um bis zu eineinhalb Jahre hinterher. Die Inflationsraten des vergangenen Jahres interessieren die Betroffenen aber heute nicht mehr. Sie müssen ja auch die heutigen Preise bezahlen und nicht die des vergangenen Jahres", so Öllinger. Die Grünen fordern daher eine Pensionserhöhung, die der aktuellen Inflationsrate entspricht.

Neben einer Erhöhung der Pensionen im Ausmaß der Inflation fordern die Grünen auch die Reparatur der ungerechten Anhebung niedriger Pensionen zu Beginn 2008. Da hatten SPÖ und ÖVP Pensionen unter Euro 747,- um bis zu 30% geringer erhöht, als höhere Pensionen. Es gibt bereits Gerichtsentscheide, die diese Vorgangsweise als Diskriminierung verurteilen.

"Es ist schon klar, dass SPÖ und ÖVP vor einem Problem stehen", meint Öllinger weiter. "Nachdem sie im April in einer Husch-Pfusch-Aktion die Vorziehung der Pensionserhöhung um zwei Monate beschlossen haben, sind sie draufgekommen, dass diese Erhöhung unter der aktuellen Inflationsrate liegen wird. Jetzt versuchen sie krampfhaft, den vorhersehbaren Ärger der PensionistInnen mit Scheinmaßnahmen zu besänftigen. Das wird in die Hose gehen."

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