Zinggl zur Gratisaktion für Jugendliche im MUMOK: "Ein erster Schritt in die richtige Richtung"

Grüne erfreut über Rückenwind für ihre langjährige Forderung nach freiem Eintritt in die Bundesmuseen

Wien (OTS) - "Der Wahlkampf bringt auch nicht mehr für möglich gehaltene Bewegung selbst in die Kulturpolitik", kommentiert der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, die vom BMUKK initiierte Aktion "Freier Eintritt ins MUMOK für Jugendliche". Es sei vor allem das Verdienst des Museumsdirektors Edelbert Köb, "dass ein Testlauf just im MUMOK gestartet und so den Jugendlichen ein Zugang zur zeitgenössischen Kunst erleichtert wird", meint Zinggl. "Das ist ein Zeichen der Wertschätzung für dieses Museum. Allerdings verstehe ich nicht, warum die Aktion vier Wochen nach der Wahl schon wieder abgeblasen wird." Es könne jedenfalls nicht darum gehen, wie Claudia Schmied meint, Faktenlagen für die nächste Regierung zu schaffen -"denn die hätte sie längst schaffen können. Und eine weitere Studie zur Evaluierung braucht auch niemand. Viele Jugendliche werden die Gelegenheit nutzen, das Museum zu besuchen: Sind es sehr viele, wird das für den Bund teurer, dafür ist es ein Beweis für die Richtigkeit der Maßnahme. Und sind es weniger, wird sich auch in Zukunft der finanzielle Aufwand für einen freien Eintritt in Grenzen halten." Jedenfalls sei die Aktion ein Schritt in die richtige Richtung. "Die Grünen fordern allerdings den freien Eintritt für alle Menschen in alle Bundesmuseen - denn wenn ein Familienticket im Belvedere 25 Euro kostet und die Tutanchamun-Ausstellung für eine vierköpfige Familie über 40 Euro, werden weniger gut Verdienende vom Angebot de facto ausgeschlossen", argumentiert Zinggl.

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