VP-Walter: "Deutliche Verbesserungen im Wohnbau notwendig"

Politik des Schönredens und Wegschauens muss beendet werden

Wien (OTS) - Ein "Ende der Politik des Schönredens und Wegschauens bei Problemen im Wiener sozialen Wohnbau" fordert der Wohnbausprecher der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter, anlässlich der heutigen Aussagen von Wohnbaustadtrat Ludwig. "Wenn man Ludwigs Aussagen hört, könnte man meinen, die Gemeindebauten sind das reinste Paradies auf Erden. Tatsächlich gibt es aber deutlichen Verbesserungsbedarf. Schimmelbildung in den Wohnungen, devastierte Müllräume, Waschküchentourismus auf Kosten der Allgemeinheit, Freunderlwirtschaft bei der Wohnungsvergabe, unter der Decke gehaltene Befragungsergebnisse über die Zufriedenheit mit Wiener Wohnen und eine völlig überforderte Hausbetreuungs GmbH. All das verschweigt die SPÖ vor allem in Wahlkampfzeiten liebend gerne. Der Wohnbaustadtrat muss diese Baustellen, die er von seinem Amtsvorgänger und jetzigen SPÖ-Kandidaten Faymann geerbt hat, schleunigst beheben, statt den Mieterinnen und Mietern im Gemeindebau Sand in die Augen zu streuen", so Walter.

Für den VP-Wohnbausprecher fehlt zum von Ludwig und Häupl propagierten "Erfolgsmodell Wien" im Bereich des Wohnbaus noch einiges: "Die ÖVP Wien verlangt seit langem die Gleichstellung von Eigentum und Miete und ein Ende des einseitig auf das Prinzip Miete ausgerichteten Wohnbaus in Wien. Welchen Moloch man sich damit züchtet, haben die vergangenen Jahre bei Wiener Wohnen leider sehr anschaulich vor Augen geführt. Hier stellt sich die SPÖ aber leider nach wie vor taub und betreibt aus reinem parteitaktischen Kalkül Klassenkampf der üblen Sorte."

Grätzelsanierung ist Gebot der Stunde

Ebenso vermisst Walter die von der ÖVP geforderte Grätzelsanierung. "Die SPÖ setzt viel zu wenig auf die innerstädtische Stadterweiterung und stellt lieber irgendwelche Großprojekte ohne Infrastruktur mitten auf die grüne Wiese. Wir fordern daher eine Offensive im Bereich der dringend notwendigen Stadtteilsanierung in der Größenordnung von 100 Millionen Euro, um so einen Beitrag zu einer besseren Durchmischung zu leisten. Es wäre höchst an der Zeit, dass die SPÖ sich nicht immer nur auf Bundesmittel aus der Wohnbauförderung verlässt, sondern auch einmal eigenes Geld dafür bereit stellt. Erst wenn diese Hausaufgaben erledigt sind, hat der Wohnbaustadtrat die Berechtigung, das Wort "Erfolg" im Zusammenhang mit dem Wiener Wohnbau in den Mund zu nehmen. Denn nur Brot und Spiele sind für die Menschen in unserer Stadt auf Dauer sicher zu wenig", schließt Walter.

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