AK Test Jugendkonten: "Gratis" ist nach wie vor nicht gratis

Noch immer müssen Jugendliche mit Extra-Spesen rechnen

Wien (OTS) - Bei den Banken gibt es nichts umsonst - auch nicht
das "Gratis"-Konto für SchülerInnen und Jugendliche, zeigt ein aktueller AK-Test bei 15 Banken mit Filialen in Wien: Jugendliche kann ihr Konto bis zu 31,44 Euro pro Jahr kosten. Zur Spesenfalle können Barbehebungen, Dauerauftragsänderungen und Kontoschließungen werden. Vor allem für Jugendliche ohne Maestrokarte können sich so zusätzliche Spesen ansammeln. Beträchtlich sind die Unterschiede bei Haben- und Sollzinsen. Und nur eine Bank informiert mit einem übersichtlichen Konditionenblatt, ergibt eine kleine Mystery-Shopping-Tour bei sieben Banken in Wien.

Die AK hat die Schüler- und Jugendkonten von 15 Banken mit Filialen in Wien unter die Lupe genommen. Die Daten stammen aus dem August 2008. Zusätzlich hat die AK in sieben Filialen die Überziehungsmöglichkeiten für 14-jährige SchülerInnen erhoben.

Wichtigstes Ergebnis: "Gratis"-Konten sind noch immer nicht wirklich gratis. Acht Banken verrechnen für Schüler- und Jugendkonten tatsächlich keine Kontoführungs- und Buchungskosten (Bank Austria, Erste Bank, Hypo Alpe Adria, Hypo Oberösterreich, Psk Bank, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Sparda Bank Wien, Wiener Spar- und Kreditinstitut). 31,44 Euro im Jahr können jedoch beim teuersten Jugendkonto (Bank für Tirol und Vorarlberg) anfallen (AK Kontomodell Wenignutzer, 130 Buchungen pro Jahr).

Behebungen an der Kassa können bis zu 0,56 Euro ausmachen (Spesen dafür verrechnen Bawag, easybank und Oberbank), die Änderung oder Löschung eines Dauerauftrags bis zu zwei Euro (dafür kassieren NÖ Hypobank, Oberbank und Volksbank Wien), die Schließungsgebühren bis zu 15 Euro (dafür ist bei Bank Austria, Bawag, easybank, Psk Bank, Sparda Bank Wien und Volksbank Wien zu bezahlen).

Positiv: Eine Kontoüberziehung ist für SchülerInnen nur bei Haftungsübernahme durch die Eltern möglich und für Lehrlinge abhängig von der Lehrlingsentschädigung. Die Überziehungszinsen liegen zwischen 7,4 Prozent (Hypo Alpe Adria) und 9,75 Prozent (Sparda Bank Wien).

Bei allen untersuchten Paketen gibt es eine Reihe von Zusatzleistungen, die allerdings eher zum Konsum anregen. Schwerpunkte sind ermäßigte Konzertkarten und Preisvorteile in Partnershops. Nur manche Banken wie die Erste Bank fallen positiv mit Ausbildungstipps für Jugendliche samt Bewerbungs-Check auf.

Die Habenzinsen sind besser als normal. Die Bandbreite reicht von 0,125 Prozent (Sparda Bank Wien, Wiener Spar- und Kreditinstitut) bis 2,9 Prozent (Hypo Alpe Adria).

SERVICE: Den kompletten Test finden Sie unter http://wien.arbeiterkammer.at

(Forts)

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Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2347
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