ÖAMTC: Übermüdung immer wieder Ursache für schwere Verkehrsunfälle

Müdigkeitssymptome unbedingt ernst nehmen

Wien (OTS) - Ein Lkw-Unfall hat heute Morgen auf der Donauufer Autobahn (A22) für starke Behinderungen im Frühverkehr gesorgt. Schuld an diesem Unfall war vermutlich einmal mehr - Sekundenschlaf. "Die Gefahr des Sekundenschlafs wird aber auch von vielen Autofahrern unterschätzt", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Ein fataler Irrtum, hat doch Müdigkeit ähnliche Auswirkungen auf das Fahrverhalten wie übermäßiger Alkoholkonsum. "Bei Müdigkeit reagieren wir verspätet, zu verhalten oder zu übermäßig, auf jeden Fall reagieren wir falsch. Deshalb hat ein übermüdeter Lenker nichts hinter dem Steuer zu suchen", betont die ÖAMTC-Expertin. Hinzu kommt, dass Unfälle durch Sekundenschlaf zumeist schwer verlaufen, weil der Fahrer kaum die Möglichkeit hat zu reagieren und oft ungebremst von der Straße abkommt.

Besonders gefährlich sind sehr lange, monotone Autobahnfahrten ohne Pausen. "Vorboten von Übermüdung wie häufiges Gähnen, schwere Augenlider, ein verstärktes Bedürfnis sich die Augen zu reiben und Konzentrationsschwierigkeiten müssen daher unbedingt ernst genommen werden", sagt Donosa. Müdigkeit bemerkt man - das Einschlafen nicht, das entzieht sich unserem Bewusstsein. Das einzig verlässliche Mittel gegen die Müdigkeitsfalle ist eine Pause bzw. schlafen. "Kaffee oder Energydrinks bringen längerfristig nichts. Sie putschen zwar kurzfristig auf, dafür ist dann der nachfolgende Leistungsabfall umso stärker", warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Auch laute Musik und das weit geöffnete Autofenster sind nur für kurze Zeit ein Muntermacher. "Sobald erste Anzeichen von Müdigkeit auftreten, kann es nur eines geben: Wagen anhalten und eine Rast einlegen", rät Donosa.

Die Hauptursachen für das Einschlafen am Steuer sind zu lange Fahrzeiten, ein Schlafdefizit oder Schlafstörungen. In der Nacht und in den frühen Morgenstunden sowie am Nachmittag gegen 14 Uhr ist die Gefahr einzunicken am größten. Wobei jüngere Verkehrsteilnehmer vor allem nachts unfallgefährdet sind, ältere nachmittags. "Verstärkte Kontrollen durch die Exekutive, mehr Aufklärung über die unterschätzte Unfallgefahr durch Übermüdung und ein besseres Zeitmanagement bei Autofahrten könnten ermüdungsbedingte Unfälle verhindern", sagt die ÖAMTC-Expertin abschließend.

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