SP-Haider: Schluss mit sozialer Selektion - Studiengebühren ersatzlos streichen!

42 Prozent jobben, um sich das Studium finanzieren zu können

Linz (OTS) - Was der scheidenden Regierung nicht gelungen ist,
nennt die SPÖ Oberösterreich als Ziel für die kommende Legislaturperiode des Nationalrates, der am 28. September neu gewählt wird: Die sofortige und ersatzlose Abschaffung der Studiengebühren. "Uns ist eine gute Ausbildung für die Jugend - für Lehrlinge ebenso wie für StudentInnen - enorm wichtig. Deshalb gibt es in Oberösterreich an den Fachhochschulen auch keine Studiengebühren. Im Sinne von sozialer Gerechtigkeit, Chancengleichheit und weil Bildung zu den zentralen Werten unserer Gesellschaft zählt, dürfen Gebühren keine Hürde fürs Studium darstellen", betont Landesparteivorsitzender LH-Stv. DI Erich Haider.

45 Prozent der Studienkosten gehen bei Studenten für die Studiengebühren drauf. Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass seit Einführung der Gebühren die Zahl jener Studentinnen und Studenten, die regelmäßig berufstätig sind, gestiegen ist und zwar von 24 auf 42 Prozent. Studienpläne sind für ein Vollzeitstudium konzipiert, ein Pensum das aber nicht mehr bewältigt werden kann, wenn jemand daneben knapp 20 Stunden in Woche jobben muss, um finanziell über die Runden zu kommen", zeigt Erich Haider auf.

Mädchen und Burschen, die aus einem bildungsfernen Elternhaus kommen, sind an den heimischen Universitäten nach wie vor unterrepräsentiert - sie stellen nur rund ein Zehntel aller Studierenden in Österreich. Demgegenüber stehen 81% der StudentInnen, die aus einem Akademiker-Haushalt kommen. "Bildung ist in Österreich somit keine Frage des Wollens, sondern des familiären Umfelds und der elterlichen Finanzkraft. Studiengebühren verschärfen diese soziale Selektion und müssen von der nächsten Regierung so rasch wie möglich abgeschafft werden", fordert Haider.

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