AK-Präsident Kalliauer: "Gesundheitssystem für die Zukunft absichern"

Linz (OTS) - Österreich hat eines der weltweit besten Gesundheitssysteme. Um eine nachhaltige Finanzierung zu gewährleisten, fordert die AK eine künftige Bundesregierung auf, die Belastungen, die den Krankenkassen in den letzten Jahren aufgebürdet wurden zurückzunehmen. Außerdem sind die Erhaltung der Selbstverwaltung sowie die Beibehaltung der Pflichtversicherung tragende Säulen eines funktionierenden, effizienten Systems.

Die Einnahmen der sozialen Krankenversicherung reichen auf Dauer nicht mehr aus, den Bedarf an Gesundheitsleistungen finanzieren zu können. Zumindest nicht unter den jetzigen Voraussetzungen. Für das Jahr 2008 hat der Hauptverband der Sozialversicherungsträger ein Gesamtdefizit von 286 Millionen Euro vorausgesagt. Die Ursachen für diese Finanzmisere liegen auf der Hand: Die Ausgaben wachsen rascher als die Einnahmen und zusätzlich hat der Bund durch Gesetzesänderungen der Krankenversicherung in den letzten Jahren auch noch laufend Einnahmen weggenommen.

Wenn nicht rasch etwas geschieht, droht den ASVG-Versicherten eine Zwei-Klassen Medizin. Erster Schritt dahin wäre die in Diskussion stehende Einführung eines generellen Selbstbehalts von 20 Prozent für Arzt- und Spitalsambulanzbesuche. "Das wollen wir auf jeden Fall verhindern. Wir treten für einen freien Zugang zu Gesundheitsleistungen für alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, vom Einkommen, vom Alter oder dem Geschlecht ein", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Die AK schlägt deshalb eine sofortige Entschuldung der Krankenkassen sowie die Rücknahme der finanziellen Bürden, die ihnen in den letzten Jahren aufgehalst wurden, vor. An der Selbstverwaltung sowie der Pflichtversicherung darf im Sinne eines solidarischen Systems außerdem nicht gerüttelt werden.

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