Vonach/Ossberger: Freiheitlicher Familienverband kritisiert Fortsetzung des katastrophalen Kurses der SP/VP-Kindweglege-Politik

ÖVP-Forderung für einjährige Karenz geht klar gegen die Interessen von Familien in Österreich

Wien, 02-09-2008 (fpd) - Nach dem Motto: "Ein schöner Tag beginnt nur mit einer weiteren gutklingenden Forderung zum Wohle der Familien", führe die ÖVP das Verwirrspiel auf dem Rücken der Eltern im Wahlkampf weiter fort. Nicht einmal ein Jahr hielt das laut SPÖ und ÖVP so umfangreiche und gute Entlastungspaket für Familien. Damals verkauften Rot und Schwarz den Familien drei verschiedene Modelle der Kinderbetreuung als das "non plus ultra" für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nun, neun Monate später und einem Wahlkampf weiter, komme die ÖVP mit einer neuen undurchdachten Maßnahme, kommentieren der Obmann des Freiheitlichen Familienverbandes, Prof. Herbert Vonach und seine geschäftsführende Obfrau, Birgit Ossberger, die Forderung nach einem einkommensabhängigen Kindergeld.

Die ÖVP solle lieber auf ihre Wahlplakate den Spruch "Alle Kinder sind gleich, nur manche sind gleicher" schreiben, um ihre ungerechte und entbehrliche Familienpolitik zu betiteln, so Ossberger. Eltern sollen laut dem neuersten Wahlzuckerl der ÖVP monatlich 80% ihres bisherigen Netto-Einkommens erhalten, wenn sie bereits nach einem Jahr in den Beruf zurückkehren. Es stelle sich die berechtigte Frage, warum Kinder aus besser verdienenden Familien mehr wert sein sollen, als Kinder von weniger gut entlohnten? Diese Maßnahme würde auch bedeuten, dass wieder einmal Familien mit mehreren Kindern gegenüber Einkindfamilien benachteiligt würden, da beim zweiten oder dritten Kind nur mehr das Einkommen eines Elternteiles - der andere wäre in Karenz - zur Berechnung der Leistung beitrüge, konkretisiert Vonach seine Kritik.

Die Unausgegorenheit dieses Vorschlages zeige sich aber auch an der Tatsache, dass 80% aller Mütter lieber bis zum Kindergartenalter von drei Jahren ihre Kleinen zu Hause betreuen wollen. Der Hintergrund einer derartigen Maßnahme sei klar: SPÖ und ÖVP haben beschlossen 15 Millionen Euro in die Schaffung von Betreuungsplätzen von unter 3-jährigen Kindern zu investieren. Nun würden sie eine Rechtfertigung für diese Maßnahme benötigen, die im Grunde genommen nur hinausgeschmissenes Geld sei, weil das Angebot nicht angenommen werde. Anstatt aber den katastrophalen Kurs der Kindweglege-Politik zu beenden, schaffen Rot und Schwarz immer wieder neue Regelungen, um ihre Fehlleistungen in der Familienpolitik zu kaschieren.

Das Ziel einer verantwortungsvollen Familienpolitik sei es, Familien zu fördern und ihnen eine gedeihliche Entwicklung zu ermöglichen und nicht die Erwerbsquote zu steigern. Das Gebot der Stunde sei daher eine sofortige Inflationsanpassung aller Familienleistungen, die Einführung eines attraktiven und familiengerechten Steuersystems durch ein Familiensteuersplitting sowie die Ausweitung der arbeitsrechtlichen Karenz auf volle drei Jahre und die Abschaffung der Zuverdienstgrenze. Dies seien Maßnahmen, die den Familien in Österreich eine wirkliche Entlastung bringen, so Vonach und Ossberger abschließend. (Schluss) hn

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