ORF-Programmschwerpunkt zur Ars Electronica 2008 in Ö1, FM4, ORF 2 und 3sat

Wien (OTS) - "A New Cultural Economy - wenn Eigentum an seine Grenzen stößt" lautet das Thema der von 4. bis 9. September stattfindenden Ars Electronica, der im ORF ein Programmschwerpunkt gewidmet ist. Sechs Ö1-Sendungen stehen ganz im Zeichen der Ars Electronica, zudem gibt es aktuelle Berichterstattung in den "Journalen" sowie online unter http://oe1.ORF.at. FM4 sendet von 4. bis 7. September live aus Linz. Der ORF 2-"Kulturmontag" widmet sich am 8. September ganz dem Linzer Festival, der Beitrag über "Digital Shorts" und die Dokumentation über Copyright und geistiges Eigentum werden auch in 3sat ausgestrahlt (22. und 24. September).

Zum zweiten Mal ist Radio Ö1 bei der Ars Electronica mit dem "Mobilen Ö1 Atelier" präsent. Dieses versteht sich im Besonderen als Zentrum des öffentlichen Dialogs, es bietet dem Publikum die Möglichkeit zur direkten Kommunikation und Reflexion des heurigen Kernthemas der Ars Electronica - im Spannungsverhältnis von Informationsfreiheit und Urheberrechten: Unter dem Motto "Take Away -Data To Go" erfüllt das "Mobile Ö1 Atelier" von 4. bis 9. September am Linzer Hauptplatz die Funktion einer Harddisk, von der aus dem Internet stammende Daten für jeden lizenzfrei downloadbar sind. Die exklusive Sammlung dieser Daten dokumentiert, wie umfassend der frei zugängliche Reichtum an Wissen, Information & Content im Internet ist. Ö1 stellt für dieses Projekt außerdem die "Ö1 Podcasts" - mit den wichtigsten Kurzformaten aus allen Ö1 Bereichen als kostenfreies Radio-Abo - zum Download zur Verfügung. So kann jede/r Besucher/in aus dem reichen Angebot auswählen und die Daten gleich mit nach Hause nehmen. Nähere Informationen sind unter www.aec.at und oe1.ORF.at abrufbar.

Die Ars Electronica 2008 in Österreich 1

Den Auftakt des Ö1-Schwerpunktes macht eine "Zeit-Ton"-Ausgabe (3.9., 23.05 Uhr), in der eine Vorschau auf das Musikprogramm des Ars Electronica Festivals in Linz präsentiert wird. "matrix - computer & neue medien" berichtet am 7. September ab 22.30 Uhr über das Generalthema der Ars Electronica: "A New Cultural Economy". Texte, Bilder, Musik und Videos werden kopiert und verteilt - das Internet ist zu einem Selbstbedienungsladen geworden, in dem das Bewusstsein für geistiges Eigentum mehr und mehr schwindet. Plattenverlage, Filmfirmen und Medienunternehmen haben in den vergangenen Jahren mit Klagen, hohen Schadenersatzforderungen und technischen Maßnahmen reagiert, die Politik mit immer härteren Überwachungsmaßnahmen. Die Heftigkeit dieser Reaktionen und Gegenreaktionen zeigt jedoch, dass es ein Kampf ist, der nicht gewonnen werden kann - von keiner Seite. Gefragt sind deshalb neue Werte, ein kreativer Umgang mit den technischen Möglichkeiten und neue gesetzliche Regelungen. Bei der Ars Electronica werden Künstler/innen, Unternehmer/innen, politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler/innen und User über die neue kulturelle Ökonomie diskutieren und ihre Visionen ausbreiten.

Das Internet hat das Bewusstsein für geistiges Eigentum verändert und damit auch die Möglichkeiten, mit geistigem Eigentum Geld zu verdienen. Urheberrechtsklagen und hohe Schadenersatzforderungen gegen Musiktauschbörsen und ihre Nutzer haben klar gemacht, dass das geistige Eigentum und die Geschäftsmodelle der Kulturwirtschaft im digitalen Zeitalter in der Krise stecken und neue Lösungen gefunden werden müssen. Die freie Vervielfältigung und Verbreitung von Informationen und Kulturgütern hat aber auch Vorteile: Autor/innen und Künstler/innen finden ein neues Publikum, Wissenschaftler erhalten neue Veröffentlichungsmöglichkeiten und Bürger erhalten alternative Foren in einer konzentrierten Medienlandschaft. Unter dem Titel "Die Ökonomie des Teilens. Wie digitale Technologien Kultur und Wissenschaft verändern" ist in den "Dimensionen - die Welt der Wissenschaft" am 10. September (Ö1, 19.05 Uhr) ein Bericht über das Symposium der Ars Electronica zu hören, wo u.a. diese Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert werden.

Im Rahmen von "Zeit-Ton" werden am 11. und 12. September (jeweils ab 23.05 Uhr) die Preisträgerinnen und Preisträger der Kategorie Digital Musics des Prix Ars Electronica vorgestellt und das "Salzburger Nachtstudio" widmet sich am 17. September (21.00 Uhr) der neuen kulturellen Ökonomie im digitalen Zeitalter. Unter dem Titel "Teile und verdiene?" geht Sonja Bettel der Frage nach, welche Chancen das Teilen für Gesellschaft und Wirtschaft bietet und wie eine neue Wissensgesellschaft aussehen könnte.

Die Ars Electronica 2008 in FM4

FM4 berichtet live von der Ars Electronica, die am Linzer Pfarrplatz die Frage von Eigentum und Nutzungsrechten im öffentlichen Raum zum Thema macht. Auf diesem Platz, der damit zum Festivalareal in Form einer "Wagenburg" wird, schlägt auch FM4 seine Zelte auf. Die Berichterstattung startet zum Festivalbeginn - am Donnerstag, den 4.September. On Line berichten die FM4-Hosts Gerlinde Lang und Robert Glashüttner von der Ars Electronica, ein Videoblog auf fm4.ORF.at liefert auch heuer wieder Ton und Bild. On Air ist in der FM4-"Homebase" (4.9., 19 Uhr) ein Bericht von der Ars-Electronica-Eröffnung und ein Ausblick auf das Programm zu hören, am 5. September stehen in der "Morning Show" (6.00 Uhr) und in "Connected" (17.00 Uhr) Berichte und Live-Einstiege von der Ars Electronica auf dem FM4-Programm. Am 6. September moderiert Gerlinde Lang ab 17.00 Uhr "Connected" live aus dem Linzer FM4-Headquarter in der "Wagenburg", John Megill meldet sich am 7. September ab 10.00 Uhr mit "Sunny Side Up" live aus Linz. Weiters gibt es am 5. September eine Off Air-Veranstaltung: Der FM4-"Soundpark" lädt am Freitagnachmittag zum musikalisch-experimentellen Picknick - ein Open Space für Chipgrooves, Techloops und digitale Bassläufe. Die Live-Acts und Soundprojekte - von Low-Fi Elektro bis Gameboymusic -werden über den "Soundpark" vorab gesucht.

Die Ars Electronica 2008 in ORF 2 und 3sat

Der "Kulturmontag" - am 8. September ab 22.30 Uhr in ORF 2 -widmet sich umfassend der Ars Electronica 2008, dem Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft. Die Cybersex-Sucht machen die "art.genossen" zum Thema: Die Sexsucht im Internet hat schon viele Existenzen zerstört. In der Dokumentation "Cybersex-süchtig" werden Menschen begleitet, die durch Cybersex alles verloren haben: ihren Beruf, ihre Familie, ihre Zukunft. Der digitale Kurzfilmwettbewerb, der "Prix Ars Electronica 2008", kann wieder mit interessanten Ergebnissen aufwarten. Die besten "Digital Shorts" - vom berühmten Sandman-Effekt aus dem Hollywood-Superseller "Spider-Man 3" bis zur New Yorker Stadtanimation aus "Legend" - stellt Dieter Moor im "Kulturmontag" in bewährter Art und Weise vor (0.00 Uhr, ORF 2; in 3sat am 24. September um 23.55 Uhr). Sind Copyright und geistiges Eigentum Auslaufmodelle? Bringt das Internet eine neue Ökonomie des Teilens hervor? Günter Kaindlstorfer geht diesen Fragen in der Dokumentation "Was kommt nach dem Copyright?" (0.45 Uhr, ORF 2; in 3sat am 22. September um 23.15 Uhr) nach.

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