Wirtschaft braucht qualifizierte Fachkräfte

Erfolgreiches Mentoringprojekt wird fortgesetzt

Wien (PWK633) - "Mentoring für MigrantInnen" - das innovative Programm, das im Frühjahr als Pilotprojekt von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und dem Arbeitsmarktservice (AMS) gestartet wurde - soll nun aufgrund des großen Erfolges in Wien fortgesetzt werden. Bewerbungen sind bis 20.September möglich.

"Mentoring für MigrantInnen" bringt erfolgreiche Führungspersonen der Wirtschaft (MentorInnen) und qualifizierte Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund (Mentees) zusammen.
Die Bilanz des Pilotprojektes ist sehr erfreulich: Jeder zweite Mentee konnte bereits in den Arbeitsmarkt integriert werden. Eine Umfrage unter den Mentoren wirft ein weiteres positives Bild auf das Projekt: die TeilnehmerInnen halten Mentoring für ein sehr sinnvolles Instrument zur Eingliederung von Migranten am Arbeitsmarkt. Und: die Unternehmen engagieren sich dafür - zwischen 5 und 10 Stunden pro Monat wurde von den Mentoren, zumeist Unternehmer, für ihre Mentees, aufgewendet. 87 Prozent der Mentoren waren mit ihren anvertrauten MigrantInnen zufrieden bzw. sehr zufrieden und 80 Prozent haben Interesse für ein Folgeprojekt angemeldet. Die Mentees profitierten nicht nur von der Vermittlung, sondern gewannen auch an Selbstvertrauen, guten Kontakten und in der Kommunikation in deutscher Sprache.

"Mentoring für MigrantInnen stellt ein wirkungsvolles Instrument zur Bekämpfung des Fachkräftemangels dar und fördert darüber hinaus den interkulturellen Dialog im Sinne einer gelungenen Integration. Denn die Devise der Wirtschaft lautet: Handeln, nicht nur diskutieren", stellt Reinhold Mitterlehner, stellvertretender Generalsekretär der WKÖ, fest.
"Migrantinnen und Migranten stellen ein wichtiges Potenzial für unsere Betriebe dar", sagt die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank. "Sie bringen gefragte Fähigkeiten und Fertigkeiten mit und vor allem eine interkulturelle Kompetenz und Sprachkenntnisse. Genau das sind entscheidende Erfolgsfaktoren in Zeiten der Globalisierung." Laut Jank machen multikulturelle Einflüsse seit jeher die Wiener Wirtschaft erfolgreich, bunt und lebendig. Von dem Mentoringprojekt profitiere daher die gesamte Wirtschaft.

"Das Mentoring-Programm ist ein sehr gutes Instrument, um die Verankerung von Personen mit Migrationshintergrund im österreichischen Arbeitsmarkt zu erleichtern", sagt Inge Friehs, Vize-Chefin des Arbeitsmarktservice Wien. "Die Erfolge des ersten Teils machen uns äußerst optimistisch für die Fortsetzung, die nun im September startet."

"Das Projekt eröffnet qualifizierten Menschen mit Migrationshintergrund konkrete Chancen auf eine Berufstätigkeit, die ihren Qualifikationen entspricht", ergänzt Alexander Janda, Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds. Mit dem Projekt werde eine Barriere überwunden, die bisher den Weg zu adäquaten Jobs versperrt habe, nämlich das fehlende Wissen über Erfolgschancen am österreichischen Arbeitsmarkt.

Es leben viele Zuwanderer in Österreich, die zwar gut qualifiziert sind, denen aber die nötigen Kontakte und informellen Kenntnisse über den Arbeitsmarkt fehlen. Zahlreiche ZuwanderInnen kommen aus der für die österreichische Exportwirtschaft bedeutsamen Regionen. Insbesondere für international agierende Unternehmen sind Fremdsprachenkenntnisse, Auslandserfahrung und Mobilität wichtige Kriterien bei der Besetzung von offenen Stellen.

Nähere Informationen zum Projekt sind unter wko.at/mentoring abrufbar, interessierte MentorInnen und Mentees können sich bis 20. September 2008 bewerben. (IP)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Mag. Margit Kreuzhuber
Tel.: (++43) 0590 900-4532
Fax: (++43) 0590 900-3588
sp@wko.at
http://wko.at/sp

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001