Währing: Neue Schau "125 Jahre Universitätssternwarte"

Wien (OTS) - Im Bezirksmuseum Währing in Wien 18., Währinger Straße 124, wird von Donnerstag, 4. September, bis Sonntag, 12. Oktober, die Ausstellung "125 Jahre Universitätssternwarte Wien-Währing" gezeigt. Die ehrenamtlichen Bezirkshistoriker dokumentieren die Geschichte der astronomischen Beobachtungsanlage, von der Eröffnung im Jahre 1883 durch Kaiser Franz Joseph I. bis in die heutige Zeit. Nett gestaltete Schautafeln mit Bildermaterial und Textbeiträgen, diverse Fotos sowie eine Präsentation zum Schwerpunkt "Meteoriten", mitsamt Meteoriten-Stücken, sind zu sehen. Der Bezirksvorsteher von Währing, Karl Homole, eröffnet die Ausstellung am Donnerstag, 4. September, um 18.30 Uhr. In weiterer Folge ist die Besichtigung jeweils am Donnerstag von 18 bis 20 Uhr, am Sonntag von 10 bis 12 Uhr und am Montag von 9.30 bis 11.30 Uhr möglich. Der Eintritt ist stets kostenlos.

Initiatorin und wissenschaftliche Betreuerin der Ausstellung ist Univ.-Prof. Dr. Maria Firneis. Die Expertin hält im Zuge der Eröffnungsveranstaltung einen Vortrag. Das Museumsteam hat zu der Schau ein Begleitheft veröffentlicht ("Unser Währing", Vierteljahresschrift des Museumsvereins, 43. Jahrgang, Heft 3/2008, Zusammenstellung: Dr. Monika Griebl, Univ.-Prof. Dr. Maria Firneis). Diese informative Publikation wird im Museum gegen Spenden an Interessierte abgegeben.

Planer der Sternwarte: Architekten Fellner und Helmer

Beim Rückblick auf alte Zeiten erfährt man viele interessante Dinge. Zum Beispiel gehörte ab dem Jahre 1822 die Regulierung der Turmuhren in Wien durch die Übermittlung von Zeitzeichen zu den Aufgaben der "Wiener Sternwarte". Die Pläne für den Bau in Währing stammen von den Architekten Fellner und Helmer, die darin auch ältere Ideen anderer Gestalter berücksichtigten. Im Jahre 1874 erfolgte die Legung des Grundsteins. Verantwortlich für die Herstellung des Gebäudes war der Baumeister Ferdinand Oberwimmer. Nach der Herstellung der Hauptkuppel im Jahre 1879 konnte der erste Beobachtungsbetrieb im Jahre 1880 starten und nach Aufstellung des "Großen Refraktors" stand der offiziellen Eröffnung der Sternwarte (in der Türkenschanzstraße 17) durch den Kaiser nichts mehr im Wege.

Einstmals in Währing: Größtes Linsenfernrohr der Welt

Die Instrumente der neuen Sternwarte werden in der Ausstellung detailliert beschrieben und dies aus gutem Grund: Zur Zeit der Eröffnung verfügte die Universitätssternwarte in Währing über das größte Linsenfernrohr der Welt und allerlei andere höchst imposante Gerätschaften. Eine Darstellung wichtiger Forschungen zwischen 1880 und 2000, von der Entdeckung von Asteroiden bis zur Auffindung von Doppel-Sternen, ergänzen die Gestalter der Ausstellung durch Berichte über aktuelle Untersuchungen. Alle astronomisch Interessierten werden Erklärungen zum Satelliten-Forschungsprojekt MOST spannend finden. Auch Angaben über den Erkundungssatelliten "Corot" beeindrucken nicht minder. Ferner bietet die Ausstellung Informationen über eine seit dem Jahre 1962 bestehende europäische Astronomie-Gruppe namens ESO und über das im Jahre 1990 eingerichtete "Sternwarte-Museum". Alt und Jung ist ein Besuch der Schau gleichermaßen zu empfehlen. (Schluss) enz

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Oskar Enzfelder
Tel.: 4000/81 057
E-Mail: oskar.enzfelder@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0003