Wiener SPÖ-Frauen Kanditatinnenliste: "Jung und multikulturell"

Die Wiener SPÖ-Frauen präsentierten ihre Kanditatinnen zur Nationalratswahl 2008

Wien (SK) - "Jung und multikulturell" - so präsentierte sich die Liste der Wiener SPÖ-Frauen zur Nationalratswahl 2008 am Sonntag vormittag. Der Altersdurchschnitt bei den Kanditatinnen beträgt 44,7 Jahre und selbstverständlich sind auch zahlreiche Kandidatinnen mit Migrationshintergrund vertreten. Mit Spitzenpolitikerinnen wie Doris Bures, Claudia Schmied, Laura Rudas und Pera Bayr wurden kompetente und erfahre Frauen für die Wahlauseinandersetzung nominiert. Claudia Schmied, Bundesministerin für Bildung, Kunst und Kultur ließ die vergangene Legislaturperiode Revue passieren und formulierte ihre Forderungen für die Zukunft. "Wir brauchen die besten Schulen für unsere Kinder. Die nächste Regierung muss den Weg der Bildungsreform konsequent fortführen." ****

Schmied formulierte ihre konkreten Forderungen für die nächste Legislaturperiode: Neben einem Gratiskindergartenjahr für alle Fünfjährigen, sei es ihr Ziel, die neue Mittelschule, die im Herbst in fünf Bundesländern startet, auf ganz Österreich auszuweiten. Weiters stellte Schmied die Ausbildung der LehrerInnen in den Vordergrund: "Es braucht die besten LehrerInnen für unsere Kinder. Darum werde ich nicht müde, für eine gemeinsame universitäre Ausbildung aller Lehrbeauftragten einzutreten."

Die Bundesministerin sprach sich weiters für mehr Geld für den Aus-und Umbau der Schulen aus: "Es braucht ein klares Investionsprogramm. Wir müssen in die Bildung investieren - räumlich und personell." Schmied kritisierte die Blockadepolitik "der Molterer-Neugebauer-Schüssel-ÖVP" und stellte abermals die Wichtigkeit eines qualitativ hochwertigen Schulsystems in den Vordergrund: "Unsere Schulen sind seit 20 Monaten auf der Überholspur und Österreich kann sich einen Stopp der Reformen keinesfalls leisten."

"Es geht um die 'Neue Politik' und die 'Neue Politik' ist das, was junge Menschen einfordern", betonte Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Jugendsprecherin Laura Rudas. "Politik darf nicht von oben herab agieren, sondern muss im Dialog mit den Menschen stehen. Wir fordern junge Menschen dazu auf, gemeinsam mit uns Politik zu machen - und das natürlich auch nach der Wahl", so Rudas.

SPÖ-Umweltsprecherin und Nationalratsabgeordnete Petra Bayr stellte die Wichtigkeit einer freien, eigenständigen Umweltpolitik in den Vordergrund. "Wir brauchen einen Umweltminister, dem die Umwelt und die Menschen in diesem Land wirklich am Herzen liegen und keinen bauernbündlerischen-Bio-Populisten wie Josef Pröll." Bayr kritisierte den Raubbau an Umwelt und Menschen durch die Wirtschaftspolitik und betonte abschließend: "Es gibt sechs Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Wir können einfach nur überleben oder zusammenarbeiten, gemeinsam verantwortungsvoll mit unserem Planeten umgehen und ein friedliches, gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben in Freiheit, Wohlstand und Würde führen."

Auf den vordersten Plätzen der SP-Frauen-Liste finden sich weiters Renate Csörgits, Getraud Knoll, Nurten Yilmaz, Sabine Oberhauser, Anica Matzka-Dojder und Andrea Kuntzl, die die Wichtigkeit der Steuerreform und des Entlastungspakets des Parteivorsitzenden Werner Faymann unterstrich: "Mehr als eine halbe Million erwerbstätiger Frauen verdienen weniger als 10.000 Euro im Jahr. Diese Frauen gehören entlastet." Das von der ÖVP geforderte Familiensplitting nannte Kuntzl einen "großen Etikettenschwindel" von dem nur Familien mit einem Großverdiener profitieren würden: "'Wenige profitieren davon und viele zahlen drauf." Abschließend zeigte sich Kuntzl erfreut über die Vielfältigkeit der SPÖ-Frauen-Kanditatinnenliste und nannte diese "einen Ausdruck des innerparteilichen Klimas". (Schluss) sv/vs

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