Papst: "Solidarität und wirksame Lösungen für illegale Migranten"

Benedikt XVI. erinnert daran, dass Migration ein Phänomen ist, das "die Menschheit seit Beginn der Geschichte begleitet"

Vatikanstadt, 31.8.08 (KAP) Das Drama der illegalen Bootsflüchtlinge im Mittelmeer verlangt nach Worten von Papst Benedikt XVI. Solidarität und zugleich wirksame politische Antworten. Beim Angelusgebet appellierte der Papst am Sonntag in Castel Gandolfo an die nationalen und internationalen Institutionen in Europa, dieses Problem mit Verantwortungsbewusstein und "im Geist der Menschlichkeit" anzugehen. Die Zielländer müssten "gemeinsam geeignete Initiativen und Strukturen entwickeln, die den Bedürfnissen der illegalen Einwanderer entsprechen", sagte Benedikt XVI. Die Ursprungsländer der Flüchtlinge wiederum sollen für Bedingungen sorgen, die eine solche illegale Abwanderung unnötig machen. Zugleich sollten die Ursprungsländer alle mit den Flüchtlingsströmen verbundenen Formen der Kriminalität an der Wurzel bekämpfen.

Der Papst erinnerte daran, dass Migration ein Phänomen ist, das "die Menschheit seit Beginn der Geschichte begleitet". Die Notsituation der letzten Jahre sei aber ein dringender Aufruf zum Handeln.

Nicht selten endeten die Versuche, aus der Not zu fliehen und das Ziel der Hoffnung zu erreichen, in Tragödien, unterstrich Benedikt XVI. "Als gemeinsamer Vater fühle ich die tiefe Pflicht, die Aufmerksamkeit aller auf dieses Problem zu richten und um eine großzügige Zusammenarbeit der einzelnen wie der Institutionen zu bitten, um das Problem anzugehen und Lösungswege zu finden", betonte der Papst wörtlich. (ende)
K200807704
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001