ÖAMTC: Ab 1. September 2008 muss es für jedes Kind im Schulbus einen eigenen Sitzplatz geben

Im Linienverkehr gilt nach wie vor die veraltete Sonderzählregelung 3

Wien (OTS) - 2 =

Dass drei Kinder mehr als zwei Kinder sind, lernen
Schüler bereits in der Volksschule. Umso absurder war die Regelung, dass sich drei Kinder unter 14 Jahren in Schülerautobussen bei Platzmangel zwei Sitze teilen mussten. Für die Verkehrssicherheit unverständlich - denn durch diese Regelung wurde ein Anschnallen der Kinder unmöglich gemacht. "Ab 1. September 2008 wird eine langjährige Forderung des Clubs zumindest teilweise umgesetzt. In gewerblichen Autobussen zur Schülerbeförderung muss für jedes Kind ein Sitzplatz zur Verfügung stehen", begrüßt ÖAMTC-Jurist Alex Letitzki die Gesetzesänderung.

Konkret bedeutet das aber, dass diese Regelung im Linienverkehr nicht zum Tragen kommt und dort die veraltete Sonderzählregel 3=2 weiterhin bestehen bleibt. "Auch in Linienbussen muss jedem Kind ein vollwertiger Platz zur Verfügung stehen. Außerdem sollten für Kinder spezielle Sitze mit Gurten vorhanden sein", fordert der ÖAMTC-Jurist und verweist auf die Zahlen der Unfallstatistik. 2007 passierten in ganz Österreich 788 Unfälle mit Autobussen, davon 146 in der Steiermark, 142 in Oberösterreich, 132 in Wien, 125 in Tirol, 84 in Salzburg, 61 in Niederösterreich, 53 in Vorarlberg, 35 in Kärnten und 10 im Burgenland.

Kindersicherung in Taxis nach wie vor nicht gesetzlich geregelt

Schon im März 2008 wurde zwar die Kindersicherungspflicht in Miet-und Gästewagen eingeführt, in Taxis gibt es dafür aber nach wie vor keine gesetzliche Vorgabe. "Dieser Missstand muss endlich beseitigt werden - denn auch in Taxis ist man vor Unfällen nicht gefeit", betont der ÖAMTC-Jurist. Verstoßen Privatpersonen gegen die Kindersicherungspflicht, müssen sie mit Geldstrafen und einer Eintragung im Führerschein-Vormerksystem rechnen. "Eine Ausnahme für Taxis ist hier völlig fehl am Platz und stößt bei der Bevölkerung auf Unverständnis. Der Gesetzgeber sollte dafür sorgen, dass Kinder in allen Fahrzeugen nur gesichert befördert werden dürfen", verlangt Letitzki abschließend.

Mit welchen Taxis man mit Kind sicher unterwegs ist, zeigt eine Übersicht der kinderfreundlichen Wiener Taxiunternehmen auf www.oeamtc.at.

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