"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Von Realität und Inszenierung

Klagenfurt (OTS) - Dass der Politik kaum etwas zu teuer ist, ist
das eine. Dass ihr kaum etwas zu billig ist, das andere. Die Kombination aus beiden ergibt in Wahlkampfzeiten das, was sich landläufig als Wahlzuckerl in unsere Hirne gebrannt hat - und dort mit reflexartiger Bitte nicht!-Abwehr gesunde Skepsis provoziert. Seit 1960 ist ausnahmslos bewiesen: Mit ein- bis zweijähriger Verzögerung wurde noch jedes (sic!) Wahlgeschenk vom derart Beschenkten selbst bezahlt. Zinsen inklusive ...

Gut möglich, dass Ausdruck besagter Skepsis jene Umfrage ist, die als größte Sorge der Österreicher nicht mehr die Teuerung ausmacht. Gut möglich, dass sich herumgesprochen hat: Was jetzt billiger wird, ist alsbald mit Zinseszinsen auszugleichen. Gut möglich, dass der Wähler das Spiel, das sich Wahlkampf nennt, durchschaut hat. Gut möglich, dass die neue Sorge Nummer eins - die Angst um Konjunktur und Arbeitsplatz - alles andere in den Schatten stellt. Weil diese Bedrohung eine reale ist. Nicht Inszenierung - wie die Wochen vor der Wahl ...

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