SP-Schuster ad VP-Fekter: Nur mehr PolizistInnen Garant für höhere Sicherheit

Ergebnisse einer akribischen US-Studie unterstreichen Forderung der Wiener SPÖ nach zusätzlichen PolizistInnen für Wien

Wien (SPW-K) - "Erstaunt" über Formulierungen von Innenministerin Fekter in einer Aussendung des Pressedienstes des Ministeriums am Donnerstag anlässlich der Dienstaufnahme von 26 neuen PolizistInnen in Wien zeigte sich der Sicherheitssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Godwin Schuster. "In der Aussendung ist von einer Anregung der Innenministerin, Wien solle sich Modelle von Stadtpolizeien anschauen, die Rede. In ihren Ausführungen anlässlich der Verabschiedung der PolizeischülerInnen, die ich von Anfang bis zum Ende persönlich gehört habe, hat Ministerin Fekter dieses Passus mit keiner Silbe erwähnt", betonte Schuster.

Im Übrigen dürften die Verfasser der Presseaussendung verschlafen haben, so der Mandatar, dass Wien mit seinem Waste Watcher-Team auch in personeller Hinsicht bereits auf die Problematik mit dem Hundekot und anderer Verschmutzungsformen reagiert habe. Schuster: "Eine Stadtwache ist jedenfalls in keiner Weise ein Ersatz für die Polizei bei der Bekämpfung der Kriminalität. Das unterstreicht auch ein in den USA soeben veröffentlichtes, akribisch recherchiertes Buch, in dem sich die beiden Autoren u.a. am Beispiel New York eingehend mit dem Zusammenhang zwischen dem Personalstand bei der ´echten`Polizei und der Kriminalitätsentwicklung auseinandersetzten. Für Experten ist die Kernerkenntnis der Untersuchungen wenig überraschend: Je weniger PolizistInnen es gibt, desto stärker steigt die Anzahl der strafbaren Handlungen. Je mehr ExekutivemitarbeiterInnen ihren Dienst vor Ort versehen, umso stärker sinkt die Kriminalität".

"Die vormalige schwarzblauorange Bundesregierung und ihre ÖVP-InnenministerInnen haben bedauerlicherweise genau den schlechten Teil der Gleichung gewählt", so Schuster weiter. "Durch die ausgeprägten Sparmaßnahmen bei der Wiener Polizei ab dem Jahr 2000 ist die Zahl der strafbaren Handlungen in Folge stark angestiegen. Doch statt vernunftmäßig die Polizeipräsenz zu verstärken und damit gegen die unerfreuliche Entwicklung zu steuern, hat die damalige Regierung noch mehr PolizistInnen abgebaut. In New York hingegen wurde die Zahl der PolizistInnen stark erhöht, die Kriminalität ist danach stark zurückgegangen. Die völlig unbefriedigende Kriminalitätsentwicklung in Wien ist also eindeutig auf die jahrelang falsche Sicherheitspolitik der ÖVP und in keiner Weise auf die in Wien nicht vorhandene Stadtwache zurückzuführen", betonte Schuster.

So erfreulich auch die mit heute erfolgte Übernahme von 26 PolizeischülerInnen in den Dienst der Wiener Polizei sei, so bilde diese Maßnahme nicht einmal den sprichwörtlichen Tropfen den heißen Stein, meinte Schuster. Allein im heurigen Jahr würden nämlich rund 250 PolizistInnen entweder durch Pensionierungen, Dienstentsagungen, Kündigungen oder Versetzungen in andere Bundesdienststellen aus dem Polizeidienst in Wien ausscheiden. Es bleibt also dabei: Um die Sicherheit in Wien spürbar zu erhöhen braucht die Stadt mindestens 1.000 PolizistInnen mehr", schloss Schuster. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10003