Hofer zu Pestiziden: EU betätigt sich erneut als Steigbügelhalter der Konzerne

Verbraucher- und Umweltschutz für Brüssel offenbar ohne Bedeutung

Wien (OTS) - "Seit geraumer Zeit weisen Studien die Gesundheitsbedenklichkeit zahlreicher in der EU zur Anwendung kommender Pestizide nach", meint FPÖ-Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer zur EU-Pestizid-Verordnung. "Statt aber im Sinne des Konsumentenschutzes zu agieren und die entsprechenden Grenzwerte herabzusetzen bzw. Verbote für den Einsatz besonders gefährlicher Substanzen auszusprechen, gefällt sich die EU einmal mehr als verlängerter Arm der Konzerne."

Die Grenzwerte für als bedenklich eingestufte Pestizide aufzuweichen sei ein Anschlag auf die Gesundheit der Europäer, so Hofer. Es könne nicht angehen, dass in einzelnen Feldfrüchten Giftcocktails aus bis zu 20 unterschiedlichen Spritzmitteln gefunden würden und Brüssel daraus den Schluss ziehe, Grenzwerte nicht zum Schutz der Konsumenten, sondern der Gewinnspannen der Konzerne nach zu justieren.

"Landwirtschaftsminister Pröll hat sich zwar längst vom Feinkostladen Österreich verabschiedet", befindet Hofer, "aber er sollte sich gemeinsam mit der Gesundheitsministerin wenigstens für den Erhalt unserer intakten Umwelt und gesunder Lebensmittel stark machen. Da das offenbar weder ein Anliegen der verantwortlichen ÖVP-Minister noch der EU-Kommission ist, werden wir künftig Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Minister und Behörden einführen müssen", hält Hofer abschließend fest.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005