BEI BARAZON - DAS WIRTSCHAFTSFORUM Donnerstag, 28.8. um 16.30 Uhr und 18.30 Uhr

Thema: Bildung und Wirtschaft

Wien (OTS) - Können jungen Leute das, was die Wirtschaft will? Weiß die Wirtschaft, wie mit jungen Leuten umzugehen ist? Weiß die Schule, wie man mit der Wirtschaft umgeht?
Diese Fragen diskutierten bei Ronald Barazon im Studio Dr. Susanne Brandsteidl, amtsführende Präsidentin des Wiener Stadtschulrates, sowie Mag. Thomas Mayr, der Geschäftsführer des Institutes für Bildungsforschung der Wirtschaft IBW, und Frau Ing. Renate Scheichelbauer-Schuster, Unternehmerin und Bildungssprecherin der Bundessparte Gewerbe und Handwerk der Österreichischen Wirtschaftskammer.

Renate Scheichelbauer-Schuster erwartet sich von den Schulabgängern, die eine Lehrstelle haben wollen, die Grundfähigkeiten Schreiben, Rechnen und Lesen, ebenso Hausverstand und auch soziale Kompetenz. "Beim Lesen wäre sinnerfassendes Lesen nötig, Rechtschreibung grundlegend nötig. Grundrechnungsarten müssen ohne Taschenrechner gehen", sagte Scheichelbauer.
Susanne Brandsteidl stimmt zu, dass 19 % der 15jährigen in Österreich nicht sinnerfassend lesen können. "Wir haben in Österreich leider keine Outputkontrolle. Wir brauchen ein verpflichtendes Vorschuljahr, das hilft später bei den 15jährigen. Soziale Kompetenz wird früher eingeübt. Aber wir selektieren in Österreich sehr früh und perpetuieren die sozialen Unterschiede", sagte Brandsteidl. Thomas Mayr stellte fest, dass Österreich extrem viel Geld investiert, aber recht wenig damit erreicht. "Im Prinzip geht es darum, bei Kindern die Schulreife herzustellen. Gerade bei benachteiligten sozialen Schichten ist es ein Vorteil, wenn die Kinder sehr früh in Bildungsprozesse integriert werden". Es müsse aber eine wirksame Qualitätskontrolle eingerichtet werden, damit die investierten öffentlichen Mittel effizienter genützt werden, sagte Mayr.

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