Grüne NÖ/Enzinger:"Jugendliche haben auch nicht die besten Vorbilder!"

Die Grünen NÖ legen ein Präventions-Maßnahmenpaket für Jugendliche vor.

St. Pölten (OTS) - "Herumhängen und Nichtstun, Müßiggang pflegen, das ist in der juvenilen Phase noch nichts außer der Norm. Jugendliche wollen auch nicht immer ,bespielt' werden", nimmt die Grüne Amrita Enzinger die ins Kreuzfeuer der Kritik geratenen Jugendlichen in Schutz.
"Zu denken geben, muss allerdings das Ausmaß an Alkohol- und Nikotinkonsum und die erhöhte Anzahl von übergewichtigen Jugendlichen. Da steckt vermutlich mehr dahinter, als die Erwachsenen nachzuahmen", so Enzinger.

Die Grünen sehen als einzige Möglichkeit Rahmenbedingungen und Angebote zu schaffen. Schuldzuweisungen an Eltern und die Jugendlichen selber, sind für Enzinger der falsche Ansatz. Aufgrund der Versäumnisse der Vergangenheit (Turnstundenkürzung) und der offensichtlich zu wenig griffigen Kampagnen des Landes NÖ legen die Grünen ein Maßnahmenpaket zur Diskussion vor.
Die Grünen wissen aber, dass es sehr viele positive Beispiele aus Eigeninitiative an Schulen und in Gemeinden bereits gibt. Diese gehören gestärkt. Wie ein bereits ausgezeichnetes Projekt in Baden, wo Kinder wieder lernen, sicher zu Fuß in die Schule zu kommen.

Zusammengefasst wollen die Grünen NÖ:
- Turnstunden aufstocken; Bewegungseinheiten in Kindergärten obligatorisch vorsehen.
- Ernährungslehre muss in Lehrpläne implementiert werden.
- Anreize für Freizeitsport: Selbstkosten für Kinder reduzieren; Sozialversicherungen sollen für übergewichtige Kinder und Jugendliche Selbstkosten übernehmen;
- Aus für süße Softdrinks und Naschereien bei Schul-Buffets. Landesschulrat hat mit Sozialversicherungen und Initiative Gesunde Jause (Tut Gut-Kampagne) Schulbuffets zu zertifizieren.
- Initiative der vergünstigten Jugendgetränke ist zu erweitern; Wir brauchen Zertifikat NÖ Jugendlokale. (WKO und Land NÖ haben auch erfolgreich die NÖ Wirtshauskultur mit Zertifikat geschaffen);
- SozialarbeiterInnen müssen in Schulen eingesetzt werden und Programm "kid coachs kid".

Abschließend hält Enzinger die Frage der Finanzierung für nahezu unzulässig. "Kinder und Jugendliche muss man diese Wertigkeit zukommen lassen. Wenn Gesundheitsökonomen den Rechenstift zur Hand nehmen, ist sogar der Kosten-Nutzen-Effekt positiv", so Enzinger abschließend.

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