Beyrer: Ungleichheit akzeptieren - Chancengleichheit sicherstellen

IV-GS plädiert bei Alpbacher Wirtschaftsgesprächen für Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft - Gegen "neuen" Provinzialismus in Österreich

Wien (OTS) - (PdI) Für die offensive Weiterentwicklung der
Sozialen Marktwirtschaft in Österreich sprach sich beim Schlussplenum der Alpbacher Wirtschaftsgespräche der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Markus Beyrer, aus. "Marktwirtschaft braucht die Lust auf Neues, Offenheit für Fremdes. Ebenso werden wir das wohl erfolgreichste Modell der Wirtschaftsgeschichte nur gemeinsam auf europäischer Ebene erfolgreich weiterentwickeln können." Der IV-Generalsekretär plädierte in diesem Zusammenhang für eine Öffnung der Arbeitsmärkte für die "besten Hände und Köpfe" in Österreich und erteilte spürbaren politischen Tendenzen zum "Provinzialismus" eine klare Absage.

Beyrer betonte die Wichtigkeit der Eigenverantwortung, aber auch der Solidarität, die das Wesen der Sozialen Marktwirtschaft beinhaltet. Ungleichheit gehöre zum Wesen des Wirtschaftsmodells, sie sei "Antrieb für Aktivität und Finden der besten Lösungen". Entscheidend sei jedoch die Chancengleichheit für alle, was naturgemäß ein "exzellentes Bildungssystem, von der Vorschul- bis zur Universitätsbildung" notwendig mache. Ebenso wichtig sei der Gedanke der Nachhaltigkeit, beispielsweise bei der Sicherung der Pensionssysteme für die jüngeren Generationen, "ein Bereich in dem es in Österreich in der Tagespolitik spürbare Gegentendenzen gibt." Und dies angesichts der Tatsache, dass jeder Österreicher jährlich durch die steigende Lebenserwartung rund 122 Tage "älter" werde. "Wenn jemand glaubt, dass dies keine Auswirkungen auf unsere Sozialsysteme hat, dann ist das eine gefährliche Selbsttäuschung."

Konkret nannte der IV-Generalsekretär folgende politische Stoßrichtungen, um die Soziale Marktwirtschaft in Österreich weiter erfolgreich zu gestalten:

  • Eine Steuerpolitik, die die Menschen entlastet und die eigenverantwortlich erbrachte Leistung honoriert.
  • Eine Öffnung und Offenheit unseres Landes, damit die besten Hände und Köpfe zu uns kommen, und damit den Wohlstand von morgen mitsichern.
  • Eine Energiepolitik, die anerkennt, dass wir Kapazitätsengpässe haben und die zeitgerecht darauf reagiert.
  • Eine Forschungspolitik, die uns den Vorsprung für die Wettbewerbsfähigkeit von morgen verschafft.
  • Eine Bildungspolitik, die uns in optimaler Weise auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet und für Chancengleichheit sorgt.

"Österreich hat sich von einem Land mit viel zu wenig Markt und einem zu großen staatlichen Einfluss auf die Wirtschaft zu einer im internationalen Wettbewerb erfolgreichen Volkswirtschaft weiterentwickelt. Gehen wir diesen Weg weiter", appellierte der IV-Generalsekretär.

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