Europäisches Forum Alpbach: Experten fordern vernünftige Regulierung von Alternativen Investments

Kleinanleger sollen von neuen Anlageklassen profitieren

Wien (OTS) - "Die Zeit ist reif für eine seriöse Regulierung von alternativen Investments", erklärte Superfund-Eigentümer Christian Baha am 27. August bei einer Diskussion europäischer Top-Experten im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach. "Alternative Investments wie Managed Futures tragen wesentlich zur Risikodiversifikation von Portfolios bei. Deshalb sollten auch österreichische und europäische Kleinanleger endlich davon profitieren", so Baha weiter.

Jean-Pierre Casey vom renommierten Brüsseler Think Tank "Centre of European Studies (CEPS)" und Finanzexperte bei Barclays hat sich klar für eine europäisches Initiative ausgesprochen: "Die akademische Forschung zeigt eindeutig, dass alternative Investments mehr als andere Investmentformen in der Lage sind, mit Marktschwankungen umzugehen. Der Zugang zu Anlageklassen wie Managed Futures für Kleinanleger sind ein Muss!"

"Die letzten beißen die Hunde!", ergänzte der Europaabgeordnete Othmar Karas (EVP-ED) pointiert. Dies könne in naher Zukunft auf Österreich und ganz Europa zutreffen, sofern nicht bald eine vernünftige Lösung gefunden werde. Einzelne Länder haben bereits einen modernen Gesetzesrahmen oder arbeiten gegenwärtig daran. Positivbeispiele wie Luxemburg oder Großbritannien zeigen, wie eine aufstrebende Investmentfondslandschaft dem Land auch real nützen kann: "Zusätzliche Arbeitsplätze, mehr Steuereinnahmen und ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Ländern wären die positive Folge, wenn Österreich bzw. Europa sich für eine Regulierung von alternativen Investments ausspricht", zeigte sich Dr. Christoph Wiesmayr von der Vereinigung ausländischer Investmentgesellschaften in Österreich (VAIÖ) überzeugt.

Die Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten auch darüber, in welcher Form alternative Investments reguliert werden könnten. Dr. Mathias Bauer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Raiffeisen Capital Management (RCM) und Präsident der European Fund and Asset Management Association (EFAMA) trat dafür ein, dass Fonds für Kleinanleger vor allem über die Beratung reguliert werden sollten: "Nicht die Produkte müssen reguliert werden, sondern die Produzenten." Andernfalls würde man die dringend benötige Flexibilität verlieren.

Abg. zum Nationalrat, Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ) machte sich für ein Gesetz zur Regulierung alternativer Investments stark:
"Finanzmärkte wachsen zusammen, es gibt keine Abschottung mehr. Deshalb brauchen wir adäquate Richtlinien, um die Finanzmarktstabilität zu sichern." Christian Baha ging sogar noch einen Schritt weiter. Nicht nur der Zugang zu alternativen Investments sollte für Kleinanleger reguliert werden: "Klassische Anlageformen wie Aktien sollten ebenfalls geregelt werden. Nur so kann man verhindern, dass Anleger ihr Geld zu 100 Prozent in eine Klasse stecken - und möglicherweise alles verlieren.", meinte Baha abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pleon Publico
Public Relations & Lobbying GmbH
Mag. Ortrun Gauper
Tel.: +43 1 717 86 151
Email: ortrun.gauper@pleon-publico.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SFA0001