Beatrix Karl: Studienförderung wirkt und gleicht soziale Unterschiede aus

Designierte ÖVP-Wissenschaftssprecherin: Populismus rund um die Abschaffung der Studiengebühren negiert wirksame Studienförderung

Wien (ÖVP-PK) - "Wenn der grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald Minister Hahn Ahnungslosigkeit bezüglich der sozialen Auswirkungen der Abschaffung der Studiengebühren vorwirft, so verwundert dabei eigentlich nur seine eigene Ahnungslosigkeit", so die designierte Wissenschaftssprecherin der ÖVP, Abg. Univ.Prof. Dr. Beatrix Karl, heute, Donnerstag. ****

"Grünewald sollte eigentlich wissen, dass die Studienbeihilfe unter Wissenschaftsminister Hahn nicht nur um 12 Prozent angehoben, sondern auch massiv erweitert worden ist. Damit soll eine Ausdehnung der Studienförderung auf 52.000 Studierende erreicht werden. Zugleich wird sichergestellt, dass die Studiengebühren jenen Studierenden, die sich diese nicht leisten können, refundiert werden", stellt Karl klar. Während die Aufwendungen des Bundes für die Studienförderung im Jahr 2000 noch etwa 105 Millionen Euro betragen haben, belaufen sie sich im Jahr 2008 auf etwa 200 Millionen Euro. "Diese Anhebung, die fast eine Verdoppelung der Studienförderung bedeutet, kommt ausschließlich den von Grünewald angesprochenen Studierenden und Eltern zugute" so Karl.

Zu behaupten, dass die von den angesprochenen Fördermaßnahmen begleiteten Studiengebühren sozial selektiv wären, entbehrt daher jeder Grundlage und lässt sich auch durch keine einzige Studie belegen. Sehr wohl belegbar ist jedoch, dass der jährlich zu leistende Studienbeitrag mit 726,73 Euro (363,36 Euro pro Semester) ein sehr moderater Beitrag zu den tatsächlichen Kosten einer Hochschulausbildung ist. Der Staat wendet pro Studierendem jährlich rund 10.000 Euro auf. Die vom einzelnen Studierenden zu leistenden Studiengebühren decken damit nur rund sieben Prozent seiner Ausbildungskosten. "Um die Relationen zu verdeutlichen, sei auch darauf hingewiesen, dass in Wien ein Kindergartenplatz für zwei Monate mehr kostet als der Studienbeitrag für ein Semester. Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass die OECD Österreich empfiehlt, die Studiengebühren zu erhöhen, um die Hochschulen besser finanzieren zu können. Dessen ungeachtet hat Minister Hahn auf eine Erhöhung verzichtet, sondern hat durch eine verbesserte Studienförderung sichergestellt, dass niemand aus finanziellen Gründen vom Studium ausgeschlossen ist" betonte Karl abschließend.
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