Gleiche Bildungschancen für alle: Universitäten brauchen Geld, aber nicht durch Studiengebühren

Linz (OTS) - "Natürlich kann man den Universitäten das Geld nicht einfach ersatzlos wegnehmen", kontert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer die Kritik des Vizerektors der Linzer Uni an der geplanten Abschaffung der Studiengebühren. Das sei auch gar nicht vorgesehen. Die Studierenden zur Kasse zu bitten, sei aber der falsche Weg. Geld dürfe beim Zugang zur Bildung keine Rolle spielen.

Die Arbeiterkammer hat die Einführung der Studiengebühren von Anfang an abgelehnt. Die Gebühren stellen für Studierende aus einkommensschwächeren Familien, die an den Universitäten ohnehin unterrepräsentiert sind, eine zusätzlich Hürde dar. Die sogenannte "soziale Abfederung" durch Stipendien ist unzureichend.

Trotz der Studiengebühren sind die Hörsäle nach wie vor überfüllt, es gibt lange Wartezeiten auf Prüfungstermine. "Selbstverständlich muss den Universitäten der Entfall dieser Geldmittel ersetzt werden. Die Finanzierung der Unis muss auf solide Beine gestellt werden. Doch der freie und gleiche Zugang zur Bildung muss wieder hergestellt werden", fordert Kalliauer. Besonders auch angesichts der Tatsache, dass die Akademikerquote in Oberösterreich ohnehin beschämend niedrig sei.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Martina Macher
Tel.: (0732) 6906-2190
presse@akooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001