WKÖ: Einschreibbriefe kosten Österreichs Wirtschaft Millionen

Enormes Einsparungspotenzial durch sichere elektronische Zustellung von Dokumenten

Wien (PWK622) - Das E-Mail hat sich in den letzten Jahren zum wichtigsten schriftlichen Kommunikationsmittel entwickelt und den klassischen Brief und auch das Fax im Geschäftsverkehr fast völlig abgelöst. Nur für das Übersenden sensibler Schriftstücke und solcher, bei denen der Absender eine Bestätigung über die Zustellung und den Erhalt durch den Empfänger benötigt, blieb auch im elektronischen Zeitalter bisher nur der Weg zum Postamt. Der so genannte "Einschreibbrief" hat so - trotz der damit verbundenen hohen Bearbeitungs- und Versandkosten - bislang auch im Internet-Zeitalter überlebt.

Während es den österreichischen Behörden bereits seit 2004 möglich ist, eingeschriebene behördliche Schriftstücke auch elektronisch zu versenden, gab es bisher für Unternehmen und Private keine Lösung dafür.

Aus diesem Grund hat die Wirtschaftskammer Österreich die österreichische IT-Standardisierungs-Organisation Austria Pro beauftragt, einen technischen Standard für die sichere elektronische Zustellung von Dokumenten zu entwickeln, den sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen einfach und sicher nutzen können.

Gerhard Laga, E-Business-Experte der WKÖ: "Die sichere E-Zustellung von eingeschiebenen Briefen ermöglicht eine Kostenreduktion von etwa 80 Prozent allein gegenüber dem Briefporto. Dazu kommen noch Einsparungen beim Druck und die große Zeitersparnis. Bei rund 6 Millionen Einschreibbriefen, die pro Jahr in Österreich verschickt werden, ergibt sich somit ein Einsparungspotenzial von mindestens 80 Millionen Euro."

Sichere E-Zustellung in Österreich

In die technische Entwicklung des Elektronischen Einschreibbriefes sind die führenden IT-Unternehmen des Landes eingebunden, die ersten Anwendungen befinden sich bereits in der intensiven Testphase. Bis Ende 2008 sollen die ersten für jedermann nutzbaren sicheren E-Zustelldienste am Markt verfügbar sein.

"Unternehmen, die diesen offenen technischen Standard nutzen und ihren Kunden einen Zustelldienst für den Elektronischen Einschreibbrief anbieten wollen, können sich jetzt direkt an Austria Pro (www.austriapro.at) wenden und sofort in die Testphase einsteigen", so Laga.

Auch bei der diesjährigen Telefit Roadshow der WKÖ (www.telefit.at), die von September bis November 2008 durch die Bundesländer tourt und über Neuigkeiten aus der Welt des Internet und der Telekommunikation informiert, wird die Sicherheit bei der Übermittlung elektronischer Dokumente Thema sein.

Über Austria Pro:
Austria Pro ist die österreichische IT-Standardisierungs Organisation. Ihre Aufgabe ist die Entwicklung offener elektronischer Standards für österreischische E-Business Lösungen und Anwendungen. Elektronische Standardisierung - also offene Standards, auf deren Basis E-Business-Anwendungen aufbauen - werden nach Einschätzung der EU in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen und entscheidend für die positive Wirtschaftsentwicklung in einem Land sein. Austria Pro betreibt zu zahlreichen aktuellen Themen der elektronischen Standardisierung permanente Arbeitskreise, in denen Anbieter, User, Entwickler, Berater und Vertreter der öffentlichen Verwaltung gemeinsam an Lösungen arbeiten. Weitere Informationen finden Sie auf www.austriapro.at (SR)

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