Zahlen und Fakten: Betreuung der Unter-Dreijährigen in OÖ

LR Ackerl: "Faymann kritisiert zu Recht das Versagen der ÖVP und die Zahnlosigkeit der Grünen in Oberösterreich!"

Linz (OTS) - Der für die Angebote zur Betreuung der Unter-Dreijährigen in Oberösterreich zuständige Landesrat Josef Ackerl begrüßt heute die gestrigen Aussagen von Werner Faymann zur Kinderbetreuung in Oberösterreich: "Ja, es stimmt, dass wir hier Aufholbedarf haben, und ja, es stimmt, dass dafür die Verbohrtheit der ÖVP die Hauptverantwortung trägt und die Grünen auf diesem Auge ihrem Koalitionspartner gegenüber blind sind!" Die Fakten belegen:
Wenn es Angebote gibt, findet man sie überwiegend in den SP-geführten Gemeinden - das ist aber nicht auf einen "roten" Landesreferenten zurückzuführen, sondern auf die Verweigerungshaltung der ÖVP in den meisten Gemeinden. "Die Grünen mögen hier einmal wie ich einen massiven Ausbau gefordert haben - als Partner der ÖVP in der Landesregierung haben sie sich in dieser Frage aber als äußerst zahnlos erwiesen!" meint Ackerl.

1.511 Plätze in Krabbelstuben und Mischgruppen gab es im ersten Quartal 2008 für die Betreuung der Unter-Dreijährigen in Oberösterreich - nebst mehr als 400 Tagesmüttern und -vätern. Rund 3.500 Kinder werden so jährlich betreut. "Dass dies ein noch mageres Ergebnis ist, steht außer Frage, weshalb ich schon seit Jahren für einen massiven Ausbau plädiere!" so Ackerl. Mehr als ein Fünftel des Jugendwohlfahrtsbudgets 2008 (5,56 Millionen Euro von insgesamt 26,65 Millionen Euro) steht bereits für Krabbelstuben zur Verfügung; von der siebenprozentigen Steigerung des Jugendwohlfahrtsbudgets (2,3 Millionen Euro) wurde sogar beinahe die Hälfte für Krabbelstuben veranschlagt. "Der Ausbau der Krabbelstuben ist mir also ein ernstes Anliegen - leider bin ich bei der Umsetzung dieses Vorhabens auf die Mitarbeit der Gemeinden angewiesen!" so Ackerl.

Und hier wird die Verweigerung der ÖVP, Kinderbetreuung für Unter-Dreijährige anzubieten, und das Versagen der Grünen, die ÖVP von diesem Irrweg in der Familienpolitik abzubringen, deutlich. "Von den 1.511 Krabbelstubenplätzen werden mehr als drei Viertel (1.151) in von der SPÖ geführten Gemeinden angeboten!" so Ackerl. Noch mehr als dieser Wert, der in erster Linie auf die Statutarstädte zurückzuführen ist, belegt aber eine andere Tatsache die Verweigerungshaltung der ÖVP: Krabbelstuben bzw. Mischgruppen für die Betreuung der Unter-Dreijährigen werden in 31 von der SPÖ, in 25 von der ÖVP und in zwei von anderen Parteien geführten Gemeinden angeboten. Umgelegt auf das Wahlergebnis aller Gemeinden bedeutet das, dass 28,7 Prozent der insgesamt 108 von der SPÖ geführten Gemeinden solche Angebote für die Unter-Dreijährigen haben, immerhin noch 15,4 Prozent der 13 von anderen Parteien geführten Gemeinden, aber nur 7,7 Prozent der 323 von der ÖVP geführten Gemeinden. "Faymann kritisiert also zu Recht die Zustände in Oberösterreich, die ich alleine aber nur bedingt ändern kann!" so Ackerl. "Ich hoffe daher, dass die Grünen endlich wach werden, die Verweigerungshaltung ihres Regierungspartners erkennen und mit mir an einer Veränderung dieser Situation zu arbeiten beginnen!"

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