LH Haider: Kärnten, Friaul und Veneto sollen sicherste Region Europas werden

LH Haider bei Präsident Tondo: Zusammenarbeit bei Verkehr, Sicherheit und Bildung - Gemeinsame Sicherheitskonferenz im Oktober

Udine, Klagenfurt (LPD) - Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider und der Präsident von Friaul-Julisch Venetien, Renzo Tondo, trafen heute, Mittwoch, offiziell im neuen Regierungsgebäude in Udine zusammen. Beim Gespräch standen die Themen Ausbau der Infrastruktur, Sicherheit und Schulprojekte im Mittelpunkt. Beide Regierungschefs brachten ihre Freude zum Ausdruck, dass sie jetzt auch Projekte, die sie in der früheren Amtszeit Tondos initiiert haben, gemeinsam fortsetzen können. "Friaul, Kärnten und das Veneto haben die große Chance, sich als ein Motor der regionalen Entwicklung in Europa zu profilieren", sagte Haider in der sehr gut besuchten Pressekonferenz. Neben der starken Wirtschaft gebe es in den drei Regionen auch die große Bereitschaft der Bevölkerung, auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten.

Ein vorrangiges, gemeinsames Ziel sei es, die Baltisch-Adriatische Achse voranzutreiben. Diese Eisenbahnverbindung in die neuen Märkte werde ganz dringend gebraucht, so Haider und Tondo. Österreich habe schon viele Investitionen geleistet, wie für den Koralmtunnel oder den neuen Hauptbahnhof Wien. Nun wollen sich Haider und Tondo mit dem neuen italienischen EU-Kommissar für Verkehr, Antonio Tajani, bemühen, den Korridor auf der EU-Prioritätenliste vorzureihen. So soll eine EU-Mitfinanzierung erreicht werden. "Grenzüberschreitende Infrastruktur wird immer wichtiger", bekräftigte Tondo.

Friaul und Kärnten wollen weiters die Zusammenarbeit der Polizei-und Sicherheitskräfte intensivieren, um Kriminalität und illegale Einwanderung besser in den Griff zu bekommen. Kärnten sei die sicherste Region Österreichs, betone Haider. Nun wolle man mit Friaul und dem Veneto die sicherste Europas werden. Im Oktober ist eine große gemeinsame Sicherheitskonferenz geplant, die wahrscheinlich in Tarvis stattfinden wird, kündigten Haider und Tondo an.

Die sprachliche Ausbildung der Jugend will man mit konkreten Projekten forcieren, etwa durch Austauschprogramme, erläuterten die Regierungschefs außerdem. Es sei wichtig, dass die Regionen zusammenarbeiten, um dem EU-Zentralismus Paroli bieten zu können, meinte der Kärntner Landeshauptmann. Überlegenswert wäre es, bei den nächsten EU-Wahlen mit einer grenzüberschreitenden Liste anzutreten. "Wenn die Regionen gemeinsam auftreten, können sie auch etwas für ihre Menschen erreichen."

Seitens der vielen italienischen Journalisten gab es bei der Pressekonferenz in Udine großes Interesse an der Kärntner Politik. Speziell zu den Maßnahmen gegen die Teuerung wurden viele Fragen gestellt.
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