Agrarrebell Steinbichler schuldet ArbeitnehmerInnen Lohn

Liste Dinkhauser als Vertreter der kleinen Leute unglaubwürdig

Linz/Vöcklabruck (ÖGB) - Für eine ehrliche Politik trete er an, sagt der Tiroler Rebell Fritz Dinkhauser. Die Interessen der kleinen Leute würden ihn interessieren. "Dass das Handeln seiner Kandidaten mit diesen Ansagen nicht zusammenpasst interessiert ihn offensichtlich schon weniger", kritisiert der Vöcklabrucker ÖGB-Regionalsekretär Frederik Schmidsberger. Dinkhausers oberösterreichischer Spitzenkandidat, der als "Agrarrebell" bekannte, geschasste Bauernbundchef Leo Steinbichler schuldet seinen ehemaligen ArbeitnehmerInnen schon seit zwei Monaten den Lohn.++++

Steinbichler will Lohn nicht zahlen

Da die MitarbeiterInnen des Wimberghofes in Vöcklabruck, an dem Steinbichler beteiligt ist, den Lohn für Mai nicht erhalten haben, sind Sie am 19. Juni berechtigt aus dem Unternehmen ausgetreten. "Seither findet es Herr Steinbichler nicht der Mühe wert, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ihr Geld zu überweisen, obwohl sie einen ganzen Monat dafür gearbeitet haben", berichtet Schmidsberger. "Auch auf eine schriftliche Aufforderung der ArbeitnehmerInnen, ihnen endlich ihren Lohn zu zahlen, reagierte Steinbichler nicht." Im Gegenteil, Steinbichler versuchte sogar, die Leute dazu zu bewegen, auf einen Teil ihrer Ansprüche zu verzichten.

Dinkhauser für "kleine Leute"?

Dass es den ehemaligen AK-Präsidenten von Tirol und selbst ernannten Kämpfer für die kleinen Leute nicht stört, dass sein oberösterreichischer Spitzenkandidat genau diesen Menschen ihren sauer verdienten Lohn vorenthält, ist schon erstaunlich. Zuerst nicht zahlen und dann auch noch über die ArbeitnehmerInnen schimpfen, so wie Steinbichler es macht, ist letztklassig", meint Schmidsberger. "Entweder ist Dinkhausers Bekenntnis zu den ArbeitnehmerInnen und ihren Rechten billige Wahlkampfpolemik, oder er kennt die Leute auf seiner Liste nicht besonders gut. Beides wirft kein gutes Licht auf den Tiroler. "

Entschuldigung oder Boykott des Wimberghofes

Es wäre ein Gebot der Fairness, dass Steinbichler endlich seinen ehemaligen Beschäftigten ihren Lohn zahlt. "Er wünscht sich eine faire Behandlung der Bauern und faire Preise für ihre Erzeugnisse. Arbeitnehmer haben aber auch das Recht auf eine faire Bezahlung und ordentliche Umgangsformen", appelliert Schmidsberger an die Vernunft des Agrarrebellen. "Die Arbeitnehmer warten auf ihr Geld und eine Entschuldigung. Die Sache mit dem Geld können wir über das Arbeits-und Sozialgericht klären. Sollte sich Steinbichler allerdings nicht dazu durchringen, sich für sein Fehlverhalten bei den Menschen, die für ihn gearbeitet haben, zu entschuldigen, überlegt der ÖGB im Falle einer Neueröffnung Boykottmaßnahmen gegen den Wimberghof. Viele Betriebsräte haben bereits ihre Unterstützung zugesagt."

ÖGB, 27. August 2008 Nr. 478

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