GPA-DJP-Stein: Für einen fairen Arbeitsmarkt in Europa

GPA-DJP startet Projekt "Dobrodosli" für mehr Fairness bei grenzüberschreitender Mobilität von ArbeitnehmerInnen

Hainburg (GPA-DJP/ÖGB) - "Während die Europäische Integration und ihre Auswirkungen nicht selten dazu genutzt werden, Ängste und Vorurteile zu schüren und damit politisches Kleingeld zu wechseln, versucht die GPA-DJP sehr konkrete Probleme im Sinne der ArbeitnehmerInnen zu lösen", erklärt die Bundesgeschäftsführerin der GPA-DJP, Dwora Stein, anlässlich der Auftaktveranstaltung zu einem von der GPA-DJP-Interessengemeinschaft work@professional initiierten Projektes zur Schaffung von mehr Klarheit und Fairness bei grenzüberschreitender Mobilität von Arbeitskräften.++++

Unter dem Motto "Dobrodosli - Wir machen unsere Kollektivverträge europafit" versammelten sich am Mittwoch VertreterInnen von Gewerkschaften aus Österreich, Ungarn, Polen und der Tschechischen Republik sowie des Rates der europäischen Fach- und Führungskräfte EUROCADRES, um über die Möglichkeiten und Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Arbeitseinsätzen zu beraten. Den Kollektivverträgen kommt für die faire Nutzung eines offenen europäischen Arbeitsmarktes eine Schlüsselfunktion zu. Kollektivverträge regeln u. a. die Anerkennung von Qualifikationen, beruflicher Erfahrung und Einsatz dieser Kompetenzen und legen auf diesem Wege auch die dafür gebührenden Mindestgehälter fest. Mit dem europäischen Qualifikationsrahmen hat die EU ein wertvolles Werkzeug vorgelegt, das nun auf die Ebene der Kollektivverträge angewendet werden soll.

"Wir bekennen uns zur Schaffung eines offenen und dynamischen Arbeitsmarktes in Europa, der allerdings auf den Grundsätzen von Fairness und Gerechtigkeit beruhen muss. Ein Europa, das auf Dumping von arbeits- und sozialrechtlichen Standards fußt, wird auf Dauer nicht das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger erhalten. Durch das heute gestartete Projekt wollen wir wertvolle Beiträge zur Schaffung eines Europas liefern, das die Interessen der ArbeitnehmerInnen in den Mittelpunkt stellt", so Stein abschließend.

ÖGB, 27. August 2008 Nr. 476

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