Grüne Wien/Korun: Berufsverbot hilft nicht gegen Frauen-Unterdrückung

"Kopftuch-Verbot nicht zielführend"

Wien (OTS) - "Wie realitätsfern und auch durchschaubar die FPÖ ist, merkt man/frau an den pauschalen Behauptungen der FPÖ, alle Kopftuch-Trägerinnen seinen unterdrückt", kommentiert die Integrationssprecherin der Grünen Wien, Alev Korun, die heutige FPÖ-Forderung nach einem Kopftuchverbot für Lehrerinnen. "Wie haben es diese Frauen trotz Unterdrückung zum Lehrerinnenberuf geschafft?", fragt Korun. "Gerade die FPÖ, die im Wiener Gemenderat alle Forderungen zur Förderung der Unabhängigkeit von MigrantInnen ablehnt, versucht sich hier als vermeintliche Beschützerin von unterdrückten Frauen aufzuspielen".

Unterschiedlichen Glaubenspraktiken mit Verboten zu begegnen, ist in einer liberalen und demokratischen Gesellschaft nicht nur völlig fehl am Platz, sondern zeugt auch von Unfähigkeit und Hilflosigkeit, mit der fortschreitenden Ausdifferenzierung von Lebensentwürfen umzugehen. "Warum fordert Schock nicht gleich ein Verbot von Nonnengewändern? Das wäre wenigstens konsequent", so Korun.

"Gerade Frauen, die unterdrückt werden, egal aus welchem Kulturkreis sie stammen, müssen durch ein engmaschiges Netz an Betreuungs- und Beratungseinrichtungen unterstützt werden. Es müssen die Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben geschaffen werden und dazu zählt auch die freie Berufsausübung", schließt Korun.

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