Faymann und Schmied: Nächste Regierung muss Bildungsreformen fortsetzen - Neue Mittelschule in allen Bundesländern anbieten

In den letzten 18 Monaten viel erreicht

Wien (SK) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz nahmen heute, Mittwochmittag, SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann und Bildungsministerin Claudia Schmied zur "Sozialdemokratischen Bildungspolitik: Mehr Chancen und besserer Unterricht für unsere Kinder Stellung". Faymann bedankte sich bei Schmied für die engagierte Arbeit und betonte: "In der Bildungspolitik hat Ministerin Schmied in den letzten 18 Monaten viel zur Verbesserung der Chancen erreicht". In der Frage der Finanzierung des verpflichtenden kostenlosen vorschulischen Bildungsjahres sei jetzt Finanzminister Molterer gefordert, rasch Gespräche mit den Ländern zu führen: "Wir dürfen keine Zeit verlieren. Je früher wir uns zusammensetzen, desto besser ist es", so Faymann. Schmied zeigte sich erfreut, dass es in einer "breiten gemeinsamen Allianz der Schulreformer gelungen ist, wichtige Projekte umzusetzen". Der Weg der begonnenen Bildungsreformen "muss von der nächsten Regierung fortgesetzt werden" - davon hänge auch die Zukunft des Wirtschaftsstandortes ab, so Schmied, die die "beste Schule für alle Kinder unabhängig von Einkommen und Herkunft der Eltern" will. ****

Die Bildung sei eines der wichtigsten Themen der Innenpolitik und ein "Schlüsselfaktor", denn: "Wer in die Bildung investiert, investiert in die Zukunft des Landes. Die SPÖ wolle einen freien Zugang zur Bildung, deshalb sei auch die Abschaffung der Studiengebühren von zentraler Bedeutung, so Faymann, der nochmals bekräftigte, dass den Unis der Einnahmensentfall aus den Studiengebühren ersetzt werden soll. Daneben sei auch der "massive Ausbau von Studienplätzen" von großer Bedeutung, so Faymann mit dem Hinweis, dass Österreich bei den Uniabsolventen zulegen solle. Unter Ministerin Schmied habe "sich die Qualität der Schule um zwei Plätze verbessert", machte Faymann klar.

Schmied: Vorschulisches Bildungsjahr umsetzen - Neue Mittelschulen konsequent ausbauen

Mit Beginn des neuen Schuljahres gebe es zahlreiche Verbesserungen: So würde das Projekt kleinere Klassen konsequent fortgesetzt und auch der Ausbau der Sprach- und Frühförderung werde vorangetrieben, so Schmied, die betonte, dass in den nächsten Jahren für Bildungsmaßnahmen und Ausbau von schulischer Infrastruktur rund zwei Milliarden Euro investiert würden. Im September würde auch das "Herzensprojekt" Neue Mittelschule (NMS) fortgesetzt: 3.700 SchülerInnen werden es sein, die dann die NMS besuchen. An weiteren Erfolgen, die trotz des Widerstands der "Molterer-Schüssel-Neugebauer-Fraktion" durchgesetzt werden konnten, nannte Schmied: den substantiellen Ausbau der Tagesbetreuung, die gesetzliche Fixierung der Bildungsstandards und das Projekt "Lehre und Matura" zur Aufwertung der dualen Ausbildung.

Vier Projekte hob Schmied besonders hervor:

  • Umsetzung des verpflichtenden kostenlosen Vorschul-Bildungsjahres: Hier sei Finanzminister Molterer gefordert, rasch Gespräche mit den Ländern über die Kosten zu führen, so Schmied.
  • Konsequenter Ausbau der Neuen Mittelschule mit dem Ziel, die NMS möglichst in allen neun Bundesländern zu etablieren
  • Weitere Investitionen in die Bildung: auch durch Investitionen in den Lebens- und Arbeitsraum Schule. Hier wird Schmied in Kürze einen 10-Jahres-Investitionsplan vorstellen.
  • Universitäre Ausbildung für alle im Lehrberuf Tätigen: Hier will Schmied "auf höchstem Niveau in die Lehrerausbildung investieren" -damit verbunden seien auch Aufnahmeverfahren, damit "LehrerInnen im Interesse aller frühzeitig herausfinden können, ob ihnen der Beruf liegt".

Programm zu Bewegung und Sport an Schulen wird im September präsentiert

n einem Maßnahmenprojekt zu Bewegung und Sport an den Schulen werde derzeit intensiv gearbeitet, so Schmied, die die Schule hier in Richtung Partnerschaften öffnen will. Derzeit gebe es hierzu intensive Vorbereitungen in Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt, so dass schon im September bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler und Sportminister Alfred Gusenbauer das Programm vorgestellt werden soll. (Schluss) mb

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